Reise: 16.6.13 Irland James Joyce

JamesJoice16.06.13 Bloomsday: Big Party für James Joyce, Irland

Der 16. Juni 1904 war jener eine Tag, an dem ein Mann namens Leopold Bloom in der Frühe sein Haus in Dublin verließ und erst in den Morgenstunden des folgenden Tages zurückkehren sollte. In dieser Zeitspanne wird eine in ihrer Sprachmacht eigentlich unlesbare Irrfahrt des Romanhelden durch seine Heimatstadt beschrieben und es entsteht ein irisches Panoptikum an Schauplätzen und Charakteren. Die Ereignisse des Romans werden bis heute von den Joyceanern am Tag des Leopold Bloom an den Originalschauplätzen mit Lesungen und Schaustücken wiederbelebt. Joyce als eigentlicher Erfinder des Bloomsday konnte jedoch seinen Roman nicht in Dublin veröffentlichen, sondern 1922 in Paris.

Für die Zeit nach seinem Tode hat er ein Verbot jeglicher Publikations- und Aufführungsrechte für seine Werke verfügt. So kommt es, dass erst 70 Jahre später mit dem Freiwerden der Rechte der gewichtige Band des Ulysses auch in Irland erscheinen kann – pünktlich zum Bloomsday im Verlag O´Brien Press. Im Jahr des Gathering Ireland, der Feier alles Irischen, soll der lange Tag des Romans über eine ganze Woche gedehnt und mit zahlreichen Kulturveranstaltungen bedacht werden. Dazu gehört auch die weltumspannende Übertragung einer Dauerlesung aus dem Werk, die am 15. Juni um 9.00 Uhr in Dublin beginnt und mit der Sonne um den Globus wandernd am Abend des 16. Juni in Auckland endet. Unter den Leseorten wie Peking, St. Petersburg, Buenos Aires und New York sind auch Paris und Triest, wo Joyce die meiste Zeit seines Lebens verbracht hat. „Meine ganze Liebe gehört Triest“, schrieb er an seine Frau Nora. Dublin aber blieb das Thema fast aller seiner Werke

Pressekontakt: Judith von Rauchhaupt (23.05.13-jvr)

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