Kuba: Esther en alguna parte

Kubas  neuster Film: Esther en alguna parte,

von unserem freien Mitarbeiter in Kuba: Marco Antonio Martinez Cabrerizo

Kuba Film-Werbeplakat

Esther en alguna parte, dieser Langzeitfilm entstand durch das Werk von Eliseo Alberto Diego unter der Leitung des erfahrenen Filmemachers Gerardo Chijona und wurde von ICAIC, SONTRAC Perú mit der Unterstützung von IBERMEDIA produziert.

Unter den Interpreten befinden sich Miriel Cejas, Reynaldo Miravalles, Enriquo Molina, Daisy Granados, Luis Alberto García, Laura de la ZU, Héctor Medina und Danael Hernandez. Dazu zählen mit Sonderbeiträgen Eslinda Nuñez, Elsa Camps, Paula Alí, Alicia Bustamante, Verónica Lynn, Raúl Pomares, Francisco García und Miriam Learra, alles berühmte Schauspieler vom kubanischen Theater, Fernsehen und Film.

Der typisch kubanische Raster erzählt, dass Lino Catalá, ein älterer, ernsthaft biederer Herr vom extravaganten Larry Pó, einer schillernden Persönlichkeit mit vielen Gesichtern aufgeklärt wurde, dass seine Gattin ein Doppelleben geführt habe. Am Tag habe sie sich als schlichte, gewöhnliche Hausfrau betätigt, nachts hingegen sei sie als großartige Bolerosängerin aufgetreten.

Von der Stunde an machten sich die beiden Senioren mit vereinten Kräften an eine höchst gewissenhafte Nachforschung in Marujas Vergangenheit, besonders zu der Zeit, als Larry versuchte, den Aufenthaltsort seiner großen Liebe, Esther Rodenas herauszufinden. Im Laufe der Ermittlungen über die beiden von ihnen geliebten Frauen entstand zwischen ihnen eine Freundschaft, welche sie endgültig veränderte.

Der Kritiker Charly Morales Valido hebt besonders hervor, dass für Gerardo Chijona, der sich im Zenit seines Lebens befindet, der Film Esther in alguna parte sehr wahrscheinlich das vom Produzent beliebteste Werk darstelle. Er werde dies möglicherweise nicht zugeben, denn ein Filmemacher liebe alle seine Produktionen als wären es seine Kinder: Nur wer sie gezeugt, in sich ausgetragen, zur Welt gebracht und erzogen habe verstehe diese Zuneigung ganz und auch wirklich.

Dieser Film, aus mehr als nur intimen Motiven entstanden, inklusive schmerzlicher Empfindungen Chijonas, also jenseits idyllischer Grenzen wie Realisation ist ein Werk, das er mit seinen alten Freunden Lichi und Rapi Diego erträumte. Jedoch wird keiner die Früchte ihrer schlaflosen Nächte und der geschmiedeten und wieder verworfenen Pläne und Projekte genießen können. Trotzdem verbleibt dem Filmemacher-Veteran die Genugtuung mit einem Team von Schauspielern gewirkt zu haben, dessen Resultat wie Balsam auf die erlittene Abfuhr seiner Verfilmung des Boleto al paraíso, sein vorheriges Projekt wirkt. (Das sind seine eigenen Worte)

Auf die Erfolge von Adorables mentiras und Perfecto amor equivocado fragte ich Chijona, ob es ihn nicht bekümmere wenn dieser Film nicht gleich begeistert vom Publikum aufgenommen wird. Er erwiderte kurz und bündig: „Filme kennen nichts Zwingendes. Ihr Wert ist nicht im Voraus in Worten oder Zahlen ausdruckbar.“

Und da er immer behauptet hat, dass Filme denen gehören, die sie sich ansehen, unterhielt sich Chijona vor der Erstaufführung mit CUBACINE, wie wenn somit nicht ER, da seiner Besitzerrechte enthoben, sondern das Publikum interviewt werden müsste. (Mai 2013)

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