Berlin 60:15:1 AusserGewöhnlich

Berlin-Tipp: Sobald es die Terminplanung erlaubt, steht dieser Club bei uns im Besuchs-Fokus! RS/PTM

uhren-0089.gif von 123gif.deDer 60:15:1 Salon der AusserGewöhnlich Berlin

Die drei Zahlen stehen für Clubtreffen von ca. 60 Minuten Gruppen von max. 15 Menschen Regelmäßigkeit, 1x in der Woche. Die Grundidee des 60:15:1-Systems basiert auf der Annahme, dass für ein optimal funktionierendes Mitgliedertreffen vor allem

3 Kernpunkte wichtig sind: 

A. Das möglichst persönliche, menschliche, Kennenlernen untereinander,
B. das Gefühl der Zusammengehörigkeit und 
C. der effiziente Austausch nützlicher Informationen.

Immer der gleiche Ablauf
Damit die Atmosphäre möglichst entspannt und locker sein kann, haben die 60:15:1 Salons einen festen Ablauf, einen starren Rahmen. So können sich die Teilnehmer ganz aufeinander konzentrieren.

60: Der Zeitbedarf
Wie viel Zeit ist nötig, um eine Gruppe von Menschen mit den wichtigsten Komponenten zu versorgen, die für eine bessere Vernetzung der Akteure nötig sind?

AusserGewöhnlich Berlin hat ihre wöchentlichen Clubtreffen auf 60 Minuten limitiert, die kleinste Zeiteinheit, die man für ein Treffen mit mehreren Menschen wählen kann, wenn man möchte, dass die „Vernetzung“ funktioniert. Das ist sehr ambitioniert, wurde aber einige Monate erprobt und hat sich als idealer Zeitrahmen erwiesen.

Der knappe Zeitrahmen fördert eine direkte Kommunikation „auf den Punkt“, reduziert den typischen small talk und distanzierende Förmlichkeiten. Man wird gezwungen, wie unter Freunden zu kommunizieren: Das Ziel der Veranstaltung wird in der Art der Umgangsweise bereits vorweg genommen, eine produktive aber sehr persönliche Atmosphäre entsteht.

Das ist das Tempo moderner Beziehungspflege. Wenn man erst einmal das Tempo und die Art der Kommunikation moderner Metropolen als Voraussetzungen und Bedingungen akzeptiert hat, kann man dies für seine Ziele nutzen. AusserGewöhnlich Berlin ist das erste professionelle Netzwerk, das diese Erkenntnis in das Clubsystem integriert hat.

15: Die Teilnehmerzahl
Wie groß muss oder darf eine Gruppe sein, um ein Gefühl der Intimität und Persönlichkeit zu geben und gleichzeitig nicht zu klein und homogen (und damit langweilig) zu werden?

Nach dem Eintreffen aller Teilnehmer eines Clubtreffens und den ersten „informellen“ Gesprächen der Anwesenden, werden diese in einzelne Untergruppen à 15 Teilnehmern aufgeteilt, in denen sie sich gegenseitig besser kennen lernen können.

Eine solche Gruppe ist nicht zu groß: In einer Gruppe von 15 kann man sich noch die Namen der anderen merken, man ist in einer intimen Atmosphäre, man muss nicht zu laut sprechen, und die Gruppe passt noch an einen Tisch.

Andererseits ist eine Gruppe von 15 nicht zu klein. Das heißt, man vermeidet den „Effekt des strukturellen Desinteresses“, den sicher jeder schon bei kleineren Runden erlebt hat: Wenn niemand in der Gruppe ist, dessen Tätigkeit oder Persönlichkeit von Interesse für Sie ist, sinkt Ihre Begeisterung und damit Aufmerksamkeit sehr schnell ab.

4 Gruppen maximal
AusserGewöhnlich Berlin lässt bei jedem 60:15:1 Club Salon maximal 4 solcher Gruppen á 15 Teilnehmern zu (in seltenen Fällen machen wir eine Ausnahme und erhöhen auf 5 Gruppen), insgesamt also bis zu ca. 60 Menschen pro Veranstaltung. Ab 60 Menschen nimmt das Gefühl der „Einheit“ einer Gruppe rapide ab.

Bei den AusserGewöhnlich Berlin-Veranstaltungen wird als Ideal eine Teilnehmerzahl von 45 gesehen, also 3 Gruppen.

Immer neue Konstellationen, immer engere Beziehungen
Die Teilnehmer der Gruppen werden zu Beginn des jeweiligen Treffens ausgelost. Es ergeben sich also immer neue Konstellationen in den Gruppen. Dabei wird darauf geachtet, dass sich in einer Gruppe möglichst nicht mehrere Mitglieder aus derselben Branche (also potenzielle Konkurrenten) befinden. Die Effekte dieses Systems sind vielseitig: Dadurch, dass zu jedem 60:15:1 auch immer Gäste eingeladen werden, kann man immer neue Menschen kennen lernen, es wird nie langweilig. Gleichzeitig bewirkt dieses „Konzept der kleinen Zirkel“, dass man sich geborgen fühlt, da jeder Teilnehmer mindestens einmal zu den anderen spricht, werden auch introvertierte und schüchterne Menschen als gleichwertiger Teil der Gemeinschaft wahrgenommen (und nicht, wie bei den meisten anderen Netzwerken, als stumme Statisten).

1: Die Regelmäßigkeit
Auf der Suche nach dem idealen Rhythmus von Netzwerk-Veranstaltungen wird man sich schnell bewusst, dass sich erfolgreiche Organisationen in der Geschichte der Menschheit fast immer wöchentlich trafen. Egal bei welcher Kirche (ob christlich, jüdisch oder islamisch), der wöchentliche Rhythmus findet sich fast überall wieder. Auch bei den meisten Netzwerken hat sich diese Frequenz durchgesetzt: der Rotary Club folgt diesem Prinzip seit 1905, und auch in der Welt der Kultur-und Freizeitvereine trifft man sich wöchentlich. Selbst moderne Sport Clubs erklären ihren Kunden, dass man für seine Fitness mindestens einmal in der Woche trainieren muss.

Was ist die minimalste Frequenz für Netzwerktreffen?
Nun könnte es sein, dass die Fixierung auf wöchentliche Termine einfach eine eingespielte Tradition ist, die immer wieder übernommen wird. Deshalb haben wir etwas weiter geforscht und sind auf einen interessanten Sachverhalt gestoßen. Wer jemals im Radio oder Fernsehen gearbeitet hat, kennt die Regel, dass zur Einführung neuer Sendungsformate mindestens wöchentliche Frequenzen erforderlich sind. Alles, was länger als sieben Tage pausiert, gerät in unserer schnellen modernen Welt in Vergessenheit. Möchte man ein erfolgreiches Netzwerk etablieren, sollte man sich also an die Erkenntnisse der Medienbranche halten und seine „Sendungen“ mindestens einmal in der Woche ausstrahlen.

Doch welcher Tag ist der beste, um berufstätigen Menschen in einer Metropole regelmäßig zusammenzubringen?
AusserGewöhnlich Berlin hat in ihrer Testphase über 100 Mitglieder und Interessenten befragt und ist zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen: Den idealen Termin gibt es nicht, aber am besten eignen sich die Tage in der Mitte der Woche – Mittwoch, beziehungsweise Donnerstag. Da es kein klares Votum für einen der beiden Tage gab, war die Lösung, die 60:15:1 Salons alternierend zu veranstalten. Mittwoch und Donnerstag wechseln sich ab; dies scheint der beste Rhythmus für ein innovatives Netzwerk zu sein.

Frühe Beziehungen sind besser als späte Kontakte
Eine andere, sehr interessante Erkenntnis war, dass in den letzten Jahren die Begeisterung für abendliche Veranstaltungen deutlich abgenommen hat. Immer mehr Menschen versuchen, die Zahl ihrer abendlichen Verpflichtungen (vor allem beruflicher Art) zu reduzieren.

Deshalb wurden die 60:15:1 ClubTreffen in die Morgenstunden, immer zwischen 9 und 10 Uhr, gelegt. So gibt es keine Konkurrenz zu anderen Abendveranstaltungen und familiären Verpflichtungen.

Kooperationswille und- fähigkeit
AusserGewöhnlich Berlin legt großen Wert auf den Willen und die Fähigkeit zur Kooperation. Wir achten sehr darauf, eine Kultur der Hilfsbereitschaft und Offenheit zur Zusammenarbeit zu pflegen. Sowohl bei den 60:15:1 Salons, als auch in separaten einzelnen Runden mit Mitgliedern werden ständig Möglichkeiten der Kooperation bei Projekten, Vermarktung, Personalsuche etc. gesucht. Die Mitglieder werden ermuntert, sich gegenseitig um Unterstützung zu bitten beziehungsweise Unterstützung zu gewähren. Bei den AusserGewöhnlichen Berlinern muss es niemandem peinlich sein, um einen Gefallen zu bitten. Niemand wird schief angesehen, wenn er eine Idee zu einer möglichen Zusammenarbeit präsentiert. Und es ist selbstverständlich, dass man erwiesene Hilfeleistungen nicht vergisst und bemüht ist, sich bei Gelegenheit zu revanchieren. So entsteht eine Kultur der Kooperationsbereitschaft, die die Effizienz und Leistungsfähigkeit des Clubs auf einem hohen Niveau hält.

Integrität: Tun, was man sagt
AusserGewöhnlich Berlin achtet sehr darauf, dem Trend zur Unverbindlichkeit entgegenzuwirken. Dies beginnt damit, dass Anmeldungen zu Veranstaltungen als verbindlich angesehen werden. Wenn man nicht erscheint, ohne sich vorher zu entschuldigen, erhält man einen Anruf oder eine E-Mail mit der Nachfrage, warum man nicht dabei sein konnte. Wenn ein Mitglied einem anderen verspricht, bei einem Projekt zu helfen, so wird dies als verbindliche Zusage gesehen. Bei den AusserGewöhnlichen Berlinern wird also großer Wert auf Integrität gelegt.

Neben dem funktionellen Aspekt hat Integrität noch einen eigenen moralischen Wert, der für den Aufbau eines Netzwerks essenziell ist. Wenn in einer Gruppe von Menschen ein hoher Grad an Integrität herrscht, kann sich auf einem Grundgefühl der Sicherheit die Atmosphäre von Geborgenheit einstellen. Und dies ist das oberste Ziel eines erfolgreichen Netzwerks. Je höher das Gefühl des gegenseitigen Vertrauens, desto stärker das Gefühl der Zusammengehörigkeit, desto stabiler das Netzwerk, desto einfacher die Pflege dieses Netzwerks. Im Club von AusserGewöhnlich Berlin zum Beispiel werden Mitglieder, die gegen das Grundprinzip der Integrität verstoßen, sofort ausgeschlossen.

Der Kodex von AusserGewöhnlich Berlin

Kritikfähigkeit und der Wille zur ständigen Verbesserung
Fast alle guten Ideen erreichen, wenn sie erfolgreich sind, irgendwann das Stadium der Dekadenz und sterben innerlich, verlieren ihren Glanz und ihre ursprüngliche Kraft. Sei es die Punk-Bewegung, die christliche Kirche oder die Loveparade: Je größer und erfolgreicher ein Projekt wird, je mehr Menschen es überzeugt, desto gefährlicher wird der Erfolg für die ursprüngliche Idee, die das Projekt getragen hat. Um nicht am eigenen Erfolg zu „ersticken“ gibt es nur eine einzige Methode: Man muss sich vergegenwärtigen, dass man noch nicht perfekt ist. Jeder erfolgreiche Mensch und jedes erfolgreiche Projekt sollte kritikwürdig bleiben – im Sinne der Fähigkeit, Kritik und eine Kultur des kritischen Diskurses zu fördern. Nur so geht man sicher, dass man sich in einem ständigen Verbesserungsprozess befindet und auf Veränderungen der Situation (des Marktes) richtig reagieren kann.

Diese Einstellung verhindert die „Verflachung“ der Kommunikation innerhalb einer Gruppe: durch den Mut zu offenen Worten vermeiden wir small talk. Darüber hinaus gibt es einen sehr wünschenswerten Nebeneffekt: Wenn man sicher sein kann, dass Gesprächspartner etwaige Probleme oder Kritikpunkte direkt ansprechen, erhöht dies das Gefühl der eigenen Sicherheit – man weiß, woran man ist.

Offenheit
Der direkte Umgang unter AusserGewöhnlichen Berlinern ist inzwischen schon legendär. Gäste sind zu Beginn oft etwas verunsichert, da die Art der Kommunikation das Gegenteil von diplomatischen Empfängen ist. Niemand nimmt ein Blatt vor den Mund. Natürlich sind die Mitglieder höflich und freundlich miteinander (und mit den Gästen). Aber Kritik wird immer offen geäußert, Meinungen direkt verbreitet. So herrscht ein Klima der Offenheit und der gegenseitigen Akzeptanz. Wir wissen alle, dass es immer noch Bereiche gibt, in denen wir uns verbessern können. Vor allem aber ist das Netzwerk davor geschützt, sich selbst zu wichtig zu nehmen, am eigenen Erfolg zu verkleben, zu satt zu werden. Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein.

Anders als in den meisten Netzwerken, in denen man sich (wenn man neu dazu kommt) weniger als Gast, sondern eher als Fremder fühlt, sind bei den AusserGewöhnlichen Berlinern die Gäste ein elementarer Bestandteil der Clubtreffen. Zu jedem 60:15:1 Club- Treffen werden Gäste eingeladen, alle Gäste werden den anderen Mitgliedern persönlich vorgestellt, jeder Gast wird persönlich begrüßt. Gäste tragen neue Informationen und Kontakte in die Gruppe hinein und aus ihr heraus und fungieren so als Bindeglieder zur Außenwelt. So sichert AusserGewöhnlich Berlin ihren ständigen Austausch mit anderen Netzwerken und bleibt somit ein dynamisches System. Zum anderen bedeutet Offenheit, keine Angst zu haben.

Pressekontakt: Julia Grommisch

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