6.6.13 Best of Gold 2013

6.6.13 Frankens Wein-Oscars „Best of Gold 2013″ vergeben, in der Alten Kongresshalle München

TippVom 2. bis 4. August 2013 können in München, beim Bayerischen Genussfestival alle Siegerweine probiert werden.

Best of Gold 2013_Gruppenfoto

Persönlicher Bericht von Rena Sutor aus der alten Kongresshalle
Die 30 nominierten Frankenwinzer sind auch heuer wieder nach München gekommen. Zwölf von ihnen durften den begehrten Ceratit nodosus mit nach Hause nehmen. 66 Winzer haben die edlen Tropfen bis ins kleinste Detail geprüft und es sich wohl kaum leicht gemacht. Ähnlich wie inzwischen bei der Olympiade geht es da oft um Hundertstel (Geschmacks-) Sekunden. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: von 14.000 (!) Frankenweinen bewerben sich 2300 (Voraussetzung: Erringen einer Goldmedaille bei der Fränkischen Weinprämierung), 210 Weine kommen in die Endauswahl, 30 schaffen es auf die Zielgerade und nur 12 laufen durchs Ziel… Ich möchte da nicht entscheiden müssen, selbst wenn man mir eine ganze Palette Genießerpakete mit Siegerweinen versprechen würde.. (die übrigens demnächst im Haus des Frankenweins erhältlich sind!)

Präsident Artur Steinmann begrüßte in gewohnt angenehmer Manier Gäste und Preisaspiranten: „Ich freue mich sehr, dass alle nominierten Kollegen hier nach München gekommen sind. Es zeigt uns, wie anerkannt der Wettbewerb bei den Winzern ist. Diesen außergewöhnlichen Preis möchte wirklich jeder gerne haben“. Wettbewerbsinitiator Hermann Mengler portraitierte sehr eindrucksvoll jeden einzelnen der Siegerwinzer. Rakhshan Zhouleh, der Sommelier des Münchner Gourmettempels Tantris, beschrieb die Weine der Preisträger derart pointiert, blumig und phantasievoll, dass bei mir persönlich weder Zunge noch Geist alles nachvollziehen konnten – von Glas zu Glas weniger. Aber meine Geschmacksnerven waren voll dabei und begeistert! Als Ehrengast und Laudator war der bekannte Karikaturist Dieter Hanitzsch eingeplant, der  wegen eines Krankheitsfalls ausfiel und kurzfristig durch Prof. Dr. Henning Wiesner ersetzt wurde. Moderiert hat die Preisverleihung ausgesprochen launig der BR3-Moderator Axel-Robert Müller.

Rund 160 Fachbesucher und Pressevertreter (keine öffentliche Veranstaltung) auf der Weinverkostung/Preisverteilung schienen sehr angetan von der Präsentation und der Qualität der Weine nebst dazu gereichtem Fingerfood  (von ARD Buffet-Köchin Flora Hohmann). Weine und begleitende Speisen verteilten höchst professionell bezaubernde Weinprinzessinen. (Über 50 Prinzessinnen repräsentieren in Frankens Weinbaugemeinden die edlen Frankentropfen.) Die Fränkische Weinkönigin 2013 Marion Wunderlich, als gewählte Repräsentantin der fränkischen Winzer, stand selbstverständlich „mit nie eingefrorenem Lächeln“ mit auf der Bühne und erklärte u.a. die Siegertrophäe Ceratit nodosus: „Dieser Ammonit, eine Art Schnecke mit Tentakeln und Fühlern, ist eine Versteinerung, die vor ca. 225 Millionen Jahre entstanden ist. Dieser Ceratit kam nur im fränkischen Trias vor. Er soll ein Symbol sein für das einmalige, unverwechselbare und ausdrucksvolle Profil der Weine. Denn genau das, Einmaligkeit, Unverwechselbarkeit und Markanteil verkörpert er selbst“. Die Königin wird durch besagte Weinprinzessinnen auf vielen Veranstaltungen unterstützt. So auch bei Best of Gold in München.

Der begehrte Preis ging an die Weingüter Braun (Fahr), Arthur und Daniel Then (Sommer- ach), Max Müller I (Volkach), Meintzinger (Frickenhausen), Juliusspital (Würzburg), A. & E. Rippstein (Sand am Main), Horst Sauer (Escherndorf), Rudloff (Nordheim), Wilhelm Arnold (Randersacker), Zehnthof (Sommerach), Bürgerspital z. Hl. Geist (Würzburg) und Kreglinger (Segnitz).

Gleich mit drei Weinen war das Weingut Juliusspital nominiert, gefolgt von den Weingütern Bürgerspital z. Hl. Geist, A. & E. Rippstein, Horst Sauer, Arthur und Daniel Then sowie dem Bocksbeutel-Hof Escherndorf. Sowohl im Weingut Juliusspital als auch im Weingut Horst Sauer haben mittlerweile stolze sieben „Best of Gold“-Trophäen einen Ehrenplatz gefunden.

Last but not least: Bernd Küffner hat mit seinem Team wieder einmal wahre Organisationswunder vollbracht: Alles lief wie am Schnürchen. Pressefrau Melanie Krömer nebst Team sorgt unermüdlich dafür, dass auch terminverwöhnteste Pressevertreter auf der Bildfläche erscheinen. Weindozentin und Agraringenieurin Dr. Gabriele Brendel, deren helfende Hand (in der selten keine Kamera zu sehen ist) seit vielen Jahren die Pressegeschicke mit leitet (und die fast immer dabei ist)  organisiert im schönen Frankenland Weinseminare.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Gläser wurden nie halbleer, sondern lieber halbvoll gesehen und der ganze Saal konnte wieder einmal deutlich spüren – denn es lag in der Luft: Die Franken lieben Ihre Weine mit einer einzigartigen, erdverbundenen Leidenschaft! Und wir lieben die Weine der Franken! RS/PTM

Über Best of Gold
Die Fränkische Weinprämierung ist ein offizieller, regionaler Weinwettbewerb. Die Durchführung obliegt dem Fränkischen Weinbauverband. Langjährige Erfahrung in Sachen Weinprüfung fließen strategisch in alle Überlegungen mit ein. Nach dem Motto: Überlegen – macht Überlegen. Das Grundprinzip der Sensorik, die Objektivität, ist oberste Maxime. Die Goldmedaillenweine sind, sofern der Erzeuger es wünscht, automatisch für die Best of Gold – Probe qualifiziert. Darüber hinaus wollen wir aber auch jene Weine Frankens an diesem Wettbewerb teilhaben lassen, welche aus den unterschiedlichsten Gründen heraus nicht von einer Goldmedaille geschmückt sind. Diese Weine müssen sich zunächst in einer separaten Verkostung auf ihren Goldmedaillentauglichkeit bewähren. Somit gehen alle Weine aus ein und derselben Startposition in die Best of Gold – Probe. Die Jury der Best of Gold – Verkoster setzt sich nicht nur aus Weinsachverständigen zusammen, sondern aus Vertretern des Weinhandels, der Gastronomie, der Presse und der Oenologen. 

Kommentare sind geschlossen.