28.6.-6.7.13 Filmfest München

fife_2013_01_plakat_a3Starke Frauen, Starke Filme
28.6.-6.7.13  31. Internationales Filmfest München: 174 Filme aus 48 Ländern / Filme mit Frauen vor und hinter der Kamera prägen das Programm.

Deutschlands größtes Sommer-Filmfestival präsentiert die besten aktuellen Filme aus der ganzen Welt als Deutschland-Premieren. Zusätzlich gibt es in diesem Jahr eine Sonderreihe mit Serien und ein Special „Film und Games“. Die Hommage-Reihe zeigt Filme des britischen Schauspielers Sir Michael Caine, der in München den CineMerit Award 2013 entgegennehmen wird. Retrospektiven sind dem italienischen Regisseur Paolo Sorrentino und dem chilenischen Filmemacher Alejandro Jodorowsky gewidmet, die beide auch mit ihren neuesten Filmen zum Festival kommen. 32 Filme feiern auf dem Filmfest ihre Weltpremiere, 13 ihre Europa-Premiere.

„2013 wird ein Festival der starken Frauen“, sagt Diana Iljine, Leiterin des Filmfests. „In vielen Filmen spielen couragierte Frauen eine große Rolle. Aber auch viele Schauspielerinnen und vor allem Regisseurinnen prägen das diesjährige Programm.“
Internationale Regisseurinnen im Festivalprogramm

Insgesamt sind Filme von 37 Regisseurinnen beim Filmfest München zu sehen. Der erste gleich zur Eröffnung des Festivals am 28. Juni: die deutsche Oscar-Preisträgerin Caroline Link („Nirgendwo in Afrika“) präsentiert ihren neuesten Film „Exit Marrakech“ als Weltpremiere. Sandra Nettelbeck zeigt auf dem Festival die Europa-Premiere von „Mr. Morgan’s Last Love“ mit Michael Caine und Clémence Poésy in den Hauptrollen. Die saudi-arabische Filmemacherin Haifaa al-Mansour präsentiert mit „Das Mädchen Wadjda“ den ersten saudi-arabischen Film unter der Regie einer Frau. Die berühmte französische Film- und Theaterregisseurin Ariane Mnouchkine zeigt „Les Naufragés Du Fol Espoir“ als Weltpremiere.

Neues gibt es auch von der preisgekrönten indischen Regisseurin Mira Nair, den Filmemacherinnen Agnès Jaoui und Marion Vernoux aus Frankreich sowie Lynn Shelton und Lise Raven aus den USA. Auch viele jüngere Regisseurinnen stellen ihre neuesten Filme vor, darunter Sophie Fiennes aus Großbritannien, Eliza Hittman aus den USA, Sarah Polley aus Kanada, Marcela Said aus Chile, Alice Winocour aus Frankreich sowie Fatima Geza Abdollahyan, Nana Neul, Lola Randl und Frauke Finsterwalder mit Weltpremieren aus Deutschland.

Frauen vor der Kamera
Zu den Frauen vor der Kamera gehören in diesem Jahr auf dem FILMFEST MÜNCHEN nicht nur Schauspiel-Legenden wie Fanny Ardant, Nathalie Baye und Claudia Cardinale. Auch Winona Ryder, Juliane Moore, Marion Cotillard, Emmanuelle Devos, Kate Hudson, Bérenice Bejo und jüngere Stars wie Léa Seydoux, Soko, Brit Marling und Rooney Mara sind in neuen Rollen zu sehen. In den deutschen Filmen sind es neben vielen anderen Christiane Paul, Veronica Ferres, Julia Koschitz, Barbara Auer, Katja Riemann, Hannelore Hoger und Claudia Michelsen.

Starke Frauen im Vordergrund
Starke Frauen sind auch in vielen Filmen des diesjährigen Festivals ein Thema. Und das nicht nur im wörtlichen Sinne, wie bei den Supermarkt-Kassiererinnen in „Les Reines du Ring“, die das Wrestling für sich entdecken. In „Everyday“, dem neuen Film des britischen Regisseurs Michael Winterbottom, schafft es die Ehefrau eines Inhaftierten über Jahre hinweg, den Alltag mit vier kleinen Kindern zu bewältigen. In „The Immigrant“ kämpft sich eine polnische Einwanderin im Amerika der 1920er Jahre durch alle Hindernisse und Demütigungen, um in der Neuen Welt Fuß zu fassen. Und in „Le Noir (Te) Vous Va Si Bien“ widersetzt sich die Tochter einer muslimischen Einwandererfamilie im heutigen Frankreich mutig dem Traditionsdenken ihres Vaters.

Das starke Geschlecht sind Frauen auch in den Festivalfilmen, die sich um die Liebe drehen. In „Les Beaux Jours“ kümmert sich eine pensionierte Zahnärztin (Fanny Ardant) weniger um den Senioren-Club als um den jungen Computerlehrer. In „Mr. Morgan’s Last Love“ zeigt eine junge, impulsive Französin (Clémence Poésy) einem melancholischen amerikanischen Witwer, was Freundschaft, Romantik und Lebenslust bedeuten. In dem deutschen Film „Love Steaks“ ist es eine Jungköchin in einem Wellness-Hotel, die in der wilden Liebesgeschichte mit dem schüchternen neuen Masseur den Ton angibt. In der chinesischen Liebeskomödie „The Love Songs of Tiedan“ verdrehen drei Töchter dem ehemaligen Geliebten ihrer Mutter völlig den Kopf. In dem französischen Drama „La Vie D’Adèle“, soeben in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet, findet ein anfangs noch unreifes Mädchen in der leidenschaftlichen Liebe zu einer anderen jungen Frau eine Kraft, die sie für immer prägen wird.

Auch in vielen der Filme aus dem arabischen Kulturkreis und aus dem Nahen und Mittleren Osten, die dieses Jahr beim Filmfest München besonders stark vertreten sind, stehen couragierte Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen im Mittelpunkt. Frauen, die auszubrechen versuchen aus einem ihnen auferlegten Wertekorsett und um Selbstbestimmung kämpfen. In „Das Mädchen Wadjda“ lässt sich die Titelfigur in ihrer saudischen Heimatstadt durch nichts und niemanden daran hindern, ihren Traum von einem Fahrrad zu verwirklichen. In dem russischen Spielfilm „The Empty Home“ ist es eine Jugendliche aus Kirgisistan, die sich furchtlos auf die Suche nach einem besseren Leben macht. Und in „Stein der Geduld“ konfrontiert eine afghanische Frau ihren bewusstlosen Mann mit dem schwer erträglichen Drama ihrer Ehe.

Das komplette Programm des 31. Internationales Filmfest München 2013 ist ab sofort online. Der Online-Kartenverkauf startet am 17. Juni.

Akkreditierung: Journalisten können sich online, im Pressebereich oder per Email  akkreditieren. (Akkreditierungsschluss: 14. Juni 2013)

Pressekontakt: Michael Amtmann (Pressesprecher), Kathrin Metzner (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

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