Hellabrunn: 19.183 Tiere in 757 Arten

Inventur für das Jahr 2012 in Tierpark Hellabrunn: 19.183 Tiere in 757 Arten

Tierisch viel zu zählen
Wie jedes Unternehmen zählt auch der Tierpark Hellabrunn am Ende jedes Jahres alles, was ihm lieb und wertvoll ist: seine Tiere. Stichtag für den Tierbestand ist der 31. Dezember. Nicht jede Tierart war bei der Inventur gleichermaßen kooperativ. Die Meerschweinchen liefen wild durcheinander, die Vögel flatterten durch die Dschungelwelt, der Känguru- Nachwuchs verschwand im Beutel und anstatt sich durchzählen zu lassen, tauchten die Neonfische einfach ab. Trotzdem: Von der Antilope bis zum Zebra wurde jedes Tier notiert, eine Bestandsaufnahme ähnlich wie im Baumarkt – nur viel quirliger.

Geschätzte Schätze
Weil sie pausenlos unterwegs sind, werden manche Tierarten nach ausgeklügelten Methoden geschätzt, wie die Vogelschwärme in der Dschungelwelt oder die Anemonenfische im Aquarium. Da die freifliegenden Vögel sich nicht einfangen lassen, wird ihre Futterstelle beobachtet. Die Anzahl der dort pickenden Vögel wird später hochgerechnet. Auch bei den Anemonenfischen wird in einem Beckenausschnitt gezählt, genau beobachtet und geschätzt.

Wir sind ein Volk!
Die Ameisen zu zählen, die bergauf-bergab durch ein langes Röhrenlabyrinth krabbeln, ist Sisyphos-Arbeit. Die Blattschneider-Ameisen werden nur als ein Tier gezählt – obwohl es natürlich tausende Individuen sind. Erheblich einfacher ist das Zählen bei den Nashörnern: Die beiden Dickhäuter liegen dösend in ihrem Haus und halten gähnend still. Und auch die fünfrüsselige Elefantenriege stellt sich zum Appell einfach auf. Besonders beliebte Zählobjekte sind die Faultiere und Achatschnecken: Regungslos harren sie während der Inventur aus.

Die Zahlen vergleichen die Tierparkmitarbeiter schließlich mit ihren Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden im Tagesbericht eingetragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit der gesamten Tierkartei verglichen. Fehlt ein Tier oder ist gar eines zu viel, wird noch mal gezählt.

Der Abschluss der tierischen Inventur ist der lückenlose Jahresbericht, den die Kuratoren in mühevoller Kleinarbeit zusammenstellen. Dieser Jahresbericht wird dann im Geschäftsbericht veröffentlich. Auf diese Weise ist jedes Tier vom Kurzohrrüsselspringer bis zum Elefanten „aktenkundig“.

Wissenschaftliche Vergleichswerte
Doch bei der tierischen Inventur wird nicht nur gezählt: Vergleichswerte und wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben sich auch aus dem Wiegen und Messen der Tiere. Die Zahlen geben Aufschluss über die Entwicklung der Tiere. Anhand der Vergleichszahlen aus den verschiedensten Zoos kann zum Beispiel ersehen werden, ob ein Tier sich normal entwickelt.

Zahlenbeispiele aus dem Tierpark Hellabrunn:

Säugetiere

989

in 101 Arten

Vögel

1.018

in 102 Arten

Reptilien

417

in 48 Arten

Amphibien

118

In 9 Arten

Fische

ca. 9.100

in 287 Arten

Insekten

ca. 2.000

in 25 Arten

Spinnentiere

41

In 3 Arten

sonstige wirbellose Tiere

5.500

in 182 Arten

2 Eisbären, 5 Elefanten, ca. 2.500 Neonfische, 6 Schimpansen, 6 Gorillas, 2 Haie, 2 Löwen, 1 Tiger, 1 Leopard, 2 Nashörner, 106 Flamingos, 115 Meerschweinchen, 2 Giraffen, 15 Rote Riesenkängurus

Das größte, höchste, schwerste Tier
Das größte Tier: Giraffenbulle Togo hat eine Scheitelhöhe von 4,40 Meter
Das schwerste Tier: Elefantenkuh Panang bringt 4,5 Tonnen auf die Waage Das längste Tier: Anakonda Anna ist 4,10 Meter lang
Das kleinste Tier: Blattschneide-Ameise Resi ist nur 0,5 cm lang
Das älteste Tier: Riesenschildkröte Paul ist etwa 140 Jahre alt
Das letztgeborene Tier 2012: Pampashase (* 27.12.2012, Geschlecht ist noch unklar)
Das erstgeborene Tier 2013: Mähnentaube in der Dschungelwelt (* 05.01.2013)

„Wir sind sehr stolz auf den enorm großen Tierbestand in Hellabrunn. Von der Ameise bis zum Elefanten – hier findet jeder Besucher sein Lieblingstier. Mit 19.183 Tieren in 757 Arten gehört Hellabrunn zu den tierreichsten und artenreichsten europäischen Zoos“, freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

Pressekontakt: Christiane Reiss

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