Schreibwerkstatt des Prunner Codex

Mit Stachelschweinpinsel und Rabenkiel:

RZ_Pw_Det_13Die Bayerische Schlösserverwaltung rekonstruiert die Malutensilien der Schreibwerkstatt des Prunner Codex im Schloss Nymphenburg

Im Restaurierungszentrum der Bayerischen Schlösserverwaltung wird zurzeit an der Abschrift von zwei Seiten des berühmtenin der Bayerischen Staatsbibliothek verwahrten Prunner Codex, einer der ältesten überlieferten Handschriften des mittelalterlichen Nibelungenlieds gearbeitet. Die Kopie der Doppelseite wird ab Ende März 2013 auf der Burg Prunn, dem ursprünglichen Fundort des Codex, präsentiert. (Anspitzen der Schreibfeder, Foto © Bayerische Schlösserverwaltung)

 Zum Kopieren des Manuskripts haben die Restauratoren der Schlösserverwaltung die Schreibutensilien und Malmaterialien einer mittelalterlichen Schreibwerkstatt genau analysiert und als Anschauungsobjekte rekonstruiert: Vom Stachelschweinpinsel mit Eichhörnchenhaaren, über die Rußtusche aus verkohltem Getreide bis zum Rabenkiel. Nach Anspitzen der Feder, der Linierung des Pergaments und dem Auftragen des Blattgolds wird im Moment Buchstabe für Buchstabe die Schrift kopiert.

Pressekontakt: Dr. Thomas Rainer und Ines Holzmüller

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