Reise: Kuba, Aus Kunst und Sport

Kuba: Aus Kunst und Sport

Marco Antonio Martinez Cabrerizo

AliciaAlonso

Ballett
Die außerordentliche  kubanische Balletttänzerin Alicia Alonso (Foto © Cabrerizo) empfängt eine weitere Auszeichnung.  Alicia Alonso gilt als die absolute „Prima Ballerina“ Kubas. Sie wurde vom Iberoamerikanischen Wanderlehrstuhl (CIINOE), der sprachlichen und szenischen Erzählkunst, mit dem außerordentlichen Diplom und der Verdienstmedaille 2012 ausgezeichnet. Dies setzt die lange Reihe der während ihrem kunstschaffenden Leben geernteten Anerkennungen glänzend fort und bestätigt sie als eine der weltbesten Balletttänzerinnen aller Zeiten. Die Kunstinstitution CIINOE, mit Sitzen in Spanien, Mexico und weiteren europäischen und lateinamerikanischen Ländern, überreicht diesen Preis jährlich „an Persönlichkeiten, die sich um die Entwicklung der dramatischen Künste verdient machen“, heißt es in der vom Pressedepartement des Ballet Nacional de Cuba veröffentlichten Mitteilung dieser Woche in Havanna. Jurymitglieder aus Kolumbien, Costa Rica, Mexico, Spanien und Kuba führten in einem offiziellen Akt aus, dass die Auszeichnung Alicias für ihre hohe Kunst des Tanzes und ihre Unterstützung der Bewegung des szenischen Ausdruckes seit deren Bestehen in ihrem Lande gedacht sei.

Die mexikanische Website Megalatina berichtet, dass Francisco Garzón Céspe-des, Poet und Generaldirektor der CIINOE, die Prima Ballerina als „Genie der Menschheit und des Tanzes“ bezeichnete und  unter dieser Benennung  eine  Gedicht-Trilogie zu ihren Ehren veröffentlichte.

Alicia Alonso hat kürzlich ihren 92. Geburtstag gefeiert. Seit ihrem Debut mit 15 hat sie zahlreiche Auszeichnungen durch Kritik und Öffentlichkeit erhalten, sowohl in Kuba wie auf zehntausenden von Bühnen. Sie ist zur 1. Dame des Balletts von der Tageszeitung The New York Times erkoren worden, nahm eine Medaille aus den Händen der britischen Königin Elizabeth II. entgegen, und empfing das Wahrzeichen des russischen Theaters Bolshoi. Dann besitzt sie den Roma-Preis Jia Ruskaya und wurde kürzlich von der kubanischen Ballettschule und der Academia Nazionale Italiana della Danza für ihre Verdienste um die Entwicklung von Lehrmethoden der Tanz- und Ballettkünste ausgezeichnet.

Marlin

Hochseefischen
Kuba hat im Hinblick auf das 63. Internationale Marlin-Fischer-Turnier  die Anmeldeliste eröffnet. Es wird wie immer in der Marineresidenz Ernest Hemingway, dem ehemaligen Wohnsitz des Nobelpreisträgers der Literatur stattfinden. (Foto: Marlin © Cabrerizo)

Roberto Salinas, der Direktor dieser Sportinstitution meldet, dass das Event vom 20.-25. Mai 2013 durchgeführt wird und die Liebhaber sich melden können. Die Platzreservationen sollten mindestens 30 Tage vor Beginn vorgenommen werden, wobei Schiffe auf der Insel für Mieter zur Verfügung liegen, aber auch eigene Boote mit Mannschaften bis zu 4 Fischern mitgebracht werden dürfen. Bis jetzt haben Frankreich, der letzte Cupsieger, sowie Canada, Venezuela und Italien ihre Teilnahme bestätigt. Dieser Wettbewerb findet seit 1950 statt und letztes Jahr belegten der Franzose Gérard Aprile und seine Mannschaft zum 4. Mal den 1. Platz auf Marlin X vor den Ukrainern unter der Führung von Oleksandr Tupysky  schon bei ihrer 1. Teilnahme. Die zweite französische Mannschaft, von Jean Yves kommandiert, brachte es auf den 3. Platz.

Salinas machte auf die Bedingungen des Wettbewerbs aufmerksam, welche vorschreiben, dass „Tag und Release“ (markieren und freilassen) gilt. Dies zur Erhaltung der Spezies, es sei denn, die Fischer möchten ihre Beute selber im Residenzrestaurant verzehren. Auch muss der Fang mittels Digitalfoto im JPG-Format belegt werden. Die Markierungen erfolgen unter die Haut des Fisches mit Elektronengeräten. Damit wird die Art und Anzahl gefangener Fische, deren Größe, Gewicht und weitere Merkmale pro Bootsmannschaft  gesammelt, ausgewertet und schließlich prämiert.

Die Organisatoren des Ereignisses sind am Überlegen, ob die Anwendung von Rundangelhaken mögliche Schäden an Marlins und Goldbrassen vermindern würde. Dies sei allerdings eine Frage der Fachkompetenz, meinte der kaufmännische Direktor der Marineresidenz Hemingway, Héctor Ascencio. Er erklärte zudem, dass neustens einige Satellitentypen das Verhalten und insbesondere die Wanderungen der Spitzschnabelfische erlaubten, was dieser Sportart  einträglicheren  Erfolg verheiße.

Die Organisatoren melden, dass, wer mit der eigenen Yacht zur Marineresidenz Ernest Hemingway anreist, kein Visum mitzubringen braucht, da er dieses am Eingang besorgen kann, wo er ausgezeichnete Turnierbedingungen antreffen wird.

Kommentare sind geschlossen.