9.11.12-17.2.13 Fritz Winter

09.11.12−17.02.13 Licht-Bilder. Fritz Winter und die abstrakte FotografieFritz-Winter-Stiftung in der Pinakothek der Moderne  Im Rahmen der Ausstellungseröffnung »Licht-Bilder. Fritz Winter und die abstrakte Fotografie« am 08.11.2012 in der Pinakothek der Moderne wurde der 36. Fritz-Winter-Preis an den Kunsthistoriker und Bildwissenschaftler Professor Dr. Horst Bredekamp verliehen.

Fritz Winter (1905−1976) selbst bestimmte die Förderung von »Wissenschaft und Forschung sowie Kunst und Kultur« noch zu Lebzeiten als Ziel der Fritz-Winter-Stiftung. Seit 1986 verleiht die Stiftung Geldpreise an herausragende Wissenschaftler und Künstler. Bislang wurden mit dem international renommierten Fritz-Winter-Preis 35 Personen geehrt, zuletzt 2008 der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson. 

Der 1947 in Kiel geborene Horst Bredekamp ist seit 1993 Professor für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und hat so unterschiedliche Standardwerke publiziert wie »Kunst als Medium sozialer Konflikte« (1975), »Antikensehnsucht und Maschinenglauben. Die Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte« (1993), »Florentiner Fußball: Die Renaissance der Spiele« (1993), »Thomas Hobbes Visuelle Strategien« (1999), »Sankt Peter in Rom und das Prinzip der produktiven Zerstörung« (2000), »Galilei der Künstler« (2007) und »Theorie des Bildakts« (2010).

Das institutionsgebundene Preisgeld von 25.000,- Euro erhält die im Jahr 2000 von Horst Bredekamp gegründete Abteilung »Das Technische Bild« des Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik an der Humboldt-Universität zu Berlin zur Unterstützung ihrer Publikationsorgane wie dem Periodikum »Bildwelten des Wissens«. Das Projekt hat zum Ziel, so Horst Bredekamp, »die Geisteswissenschaft für Probleme der Technik- und Naturwissenschaften zu sensibilisieren und diese ihrerseits als kulturell und geschichtlich geprägte Disziplinen zu bestimmen. Die Abteilung »Das Technische Bild« versteht die Bildwelten der Naturwissenschaften und der Medizin nicht allein als Medien der Wiedergabe von Erkenntnissen. Sie versucht vielmehr aus kunst- und bildgeschichtlicher Perspektive diese Bildwelten als Instrumente der Naturforschung historisch zu erschließen und die vielfältigen Brückenschläge zwischen Kunst und Naturforschung zu bestimmen«.

Die Überschreitung der Disziplingrenzen in der historischen Bildforschung und die Frage nach der Ästhetik der Bilder in den Naturwissenschaften folgen in idealer Weise den Interessen von Fritz Winter. Der Künstler sah in den Bildwelten der modernen Naturwissenschaften eine Analogie zu seinen eigenen abstrakten Formfindungen. Als Stiftungsziel hatte er deshalb nicht nur die Förderung von Kunst und Kultur vorgesehen, sondern explizit auch die Unterstützung von natur- und geisteswissenschaftlicher Forschung.

Weitere Informationen zur Fritz-Winter-Stiftung, zu den bisherigen Preisträgern und zur Ausstellung

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