! Buch: WAR – Ein Jahr im Krieg

1. November 2010, Blessing
Sebastian Junger

WAR

Ein Jahr im Krieg
Aus dem Amerikanischen von Teja Schwaner. Leseprobe
336 S. 19,95 € [D], 20,60 € [A], 33,90 sFr, ISBN 978-3-89667-441-8, geb./Schutzumschlag, 13,5 x 21,5 cm.

Jungers: WAR – Ein Jahr im Krieg kommt in Deutschland am 1. November, an Allerheiligen auf den Markt, einen Tag vor Allerseelen, vermutlich rein zufällig. Für mich wäre als Erscheinungsdatum der 14.11. am stimmigsten gewesen. Darauf fällt heuer der Volkstrauertag, der an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen erinnert…

Als Korrespondent von Vanity Fair machte Sebastian Junger 2007/08 (teilweise begleitet von Fotograf Tim Hetherington) fünf Reisen nach Afghanistan ins Korengal Tal, integriert in die 2nd Platoon Battle Company der stationierten 173. Airborne Brigade. Es war ihnen – wie wohl den meisten von uns Außenstehenden – nicht klar, auf was für eine Gewaltebene sie dort geraten würden. Schließlich dringt normalerweise so gut wie nichts von der mörderischen Alltagsrealität des Krieges nach draußen.

Blut, Schweiß und Tränen haben sich hier in brillant zu Papier gebrachte Worte verwandelt, die Einblick gewähren, in das, was in diesem Krieg eigentlich los ist. Nicht strategisch oder politisch, sondern vor allem, was gerade junge, unerfahrene Menschen aus Regionen, wo sie das Wort Krieg bisher nur aus Geschichtsbüchern oder Videospielen kannten erwartet. Vieles von dem, was dieser ganze, höchst überflüssige Wahnsinn KRIEG für jeden einzelnen bedeutet, wie die Soldaten ticken, die ständig unter Strom und auf Zündstoff stehen wird hier verdammt klar… Sterben kann man nicht nur physisch, sondern auch seelisch – und das dauert viel länger. WAR ein Buch, das wir alle lesen, oder für immer verstummen sollten, wenn die Diskussionen um solche Einsätze geht. Rena Sutor

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