Buch: Tini(s) Traum

2010 Lokomotion/Imagin-Verlag
Jenny Jürgens, Rolf Bönnen

Tini Traum

164 S., 14,90 €, ISBN: 978-3-940508-27-0

Weil sie eine Menge Probleme hat, träumt die elfjährige Tini sich die Welt zurecht. Und manchmal, aber nur manchmal, gehen ihre Träume sogar in Erfüllung. Nur ihr größter nicht: dass ihr Vater Frederick zurückkommt, der als Robbenschützer in der Arktis verschollen ist. Dass Tini dabei ausgerechnet „Traum“ heißt, macht es ihr auch nicht gerade leichter. Vor allem nicht in der 5b des Albrecht-Gymnasiums, auf die Tini sich eigentlich so gefreut hatte. Für ihre Mitschüler ist sie eine Spinnerin. Und auch Frau Willschrei, Tinis Klassenlehrerin, hat so ihre Schwierigkeiten mit Tinis ausufernder Fantasie. Nur mit Herrn Lampert, dem Turn- und Biologielehrer, versteht sie sich auf Anhieb. Bis Tini einen Klassenausflug in Oma Isabellas Gärtnerei anregt, bei dem es zu jeder Menge Katastrophen und Missverständnissen kommt. Hinterher ist Tini in der Klasse endgültig unten durch und Herr Lampert etwas ramponiert von „Stinkie“, Isabellas altersschwacher Tanzbärin, die mit Herrn Willi, dem Straßenköter, im Gewächshaus lebt. Das Schlimmste aber ist, dass Isabella Herrn Lampert geradezu „traumhaft“ findet und alles daran setzt, ihn mit Tinis Mutter Miranda zu verkuppeln. Denn Oma Isabella glaubt schon lange nicht mehr daran, dass Frederick eines Tages zurückkommt. Und ihre sorglos- verspielte Miranda braucht in ihren Augen dringend einen Mann, bevor ihr das ganze chaotische Dasein über den Kopf wächst.

Eine Meinung, mit der sie nicht so ganz allein dasteht. Denn als Frau Willschrei Tini zur Schulpsychologin schickt, kommt die zum selben Schluss. Als dann auch noch das Hausboot abbrennt, auf dem Tini und Miranda wohnen, und Herr Lampert sich als rettender Engel erweist, sieht es so aus, als sei Tini die Einzige, die noch fest an Fredericks Heimkehr glaubt… bis auf Kiko, Tinis einzigen Freund. Denn der weiß jede Menge, und vor allem: Wenn Tini ihren Vater sieht, ist er da! Gemeinsam mit ihm findet Tini ausgerechnet bei der versnobten Inhaberin eines Pelzgeschäfts eine Spur zu ihrem Vater.

Was alles noch schlimmer und dramatischer macht. Denn Tini schwänzt die Schule, um Frederick zu finden, soll schließlich sogar ins Heim. Aber weil sie ihren Traum nicht aufgibt, geht er in Erfüllung. Als alles zu spät scheint und Miranda schon mit Herrn Lampert zusammenziehen will, kommt Frederick zurück. Überglücklich feiern alle ein Riesenfest in Isabellas Gärtnerei. Nur Herr Lampert kann sich nicht so recht freuen. Bis ausgerechnet Audrey, Isabellas fleischfressende Pflanze, dafür sorgt, dass auch bei ihm jemand anbeißt …

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