Reise: IRLAND Sommerfestivals

Sommerfestivals: Hohe Sonne, kurze Nächte – Irland blüht auf und swingt

Auf der ganzen Insel wird der Sommer in der Natur begrüßt. Ob beim Jazz und Swing an der lichten Westküste in Cork oder im dicksten Grün der Midlands bei wahrhaft tönenden Viehmärkten. Und im Norden leben wieder die irisch-schottischen Nachbarschaftsbeziehungen auf. So alt wie die Welt.

Dalriada Festival: Eine irisch-schottische Affäre
Nordirlands größtes Festival der Traditionen wurde als „freundlichstes Event des Jahres“ ausgezeichnet. Sein großer Erfolg liegt im Kulturenmix der beiden keltischen Strömungen Nordirlands und Schottlands.
Das Küstenstädtchen Glenarm wirkt fast ein wenig weltläufig, wenn auf dem Gelände des Glenarm Castle Estate die Geschichte des lange von der Welt abgeschiedenen Tals von Glenarm gefeiert wird. Es ist eines der neun Täler des County Antrim, die allein wegen ihrer Anmut und Schönheit eine Reise wert sind. Glenarm als nördlichstes Tal gehörte einst zum antiken Königreich Dal Riada und hatte historisch die stärkste Verbindung zu den schottischen Inselnachbarn im Atlantik. Das Festival steht vom 13. bis 21. Juli 2012 ganz unter dem Thema des Kulturaustauschs mit Highländer-Spielen, Musik von Pipebands und Trommlern, mit traditionellen Tänzen und Sportarten. Großbritanniens größte Outdoor Company zeichnete dieses Fest des „Brückenschlages“ mit dem National Outdoor Events Association Award für seine Kreativität aus.

Cork Midsummer Festival: Von Modern Irish Folk zum Titanic Epos
Vom 21. Juni bis 1. Juli 2012 feiert Cork den Mittsommer mit anspruchsvollen Musik- und Tanzprogrammen auf internationalem Parkett. Bespielt werden das Corker Opernhaus, die Cork City Hall und viele kleinere Aufführungsorte bis hin zum Shopping Centre.
Großer Gaststar ist die Folklegende Christy Moore, der die Gruppe „Planxty“ gründete und bis heute im Irish Traditional den Ton angibt. Einer der Höhepunkte ist die Performance „Rian“: Nach dem irischen Wort für „Zeichen“ lotet die internationale Musik- und Tanzgruppe die Spannung und Harmonie zwischen traditioneller Irish Music und zeitgenössischem Tanz aus. Und das mit großem artifiziellem Wagemut.
Um das Unglück der Titanic, das sich 2012 zum hundertsten Mal jährt, rankt das Musikensemble „Gavin Bryars“ eine musikalisch verwobene Reminiszenz mit dem Titel „Devastatingly Poignant“ (Vernichtender Schmerz). Refrains aus dem Choral, welchen die Bordmusiker angeblich bis zum Sinken des Schiffes spielten, werden mit Sounds gemischt, die das Stampfen der Maschinen, das Stöhnen und Bersten des gewaltigen Schiffsrumpfs und den Ozean, der die Titanic verschlang, imitieren. Eine herzzerreißend intime, sehr direkte künstlerische Darbietung:

Giants Causeway und Land of Giants Festival Belfast: Riesig gespannt
Am 30. Juni wird Belfast zum Gastgeber für die größte Open-Air-Show des zeitgenössischen Nordirland. Land of Giants pickt sich die Riesengestalten in der Geschichte, Literatur und Landschaft des irischen Nordens heraus und verkörpert sie mit Akrobaten, ätherischen Tanzdarstellungen, Multi-Media-Präsentationen und pyrotechnischer Epik.
Das Spektakel bezieht sich auf den Riesen Gulliver von Jonathan Swift und die sagenhafte Riesengestalt Finn McCool, der den Giant´s Causeway bis nach Schottland durch den Atlantik gebaut haben soll. Das vulkanische Naturwunder aus tausenden Basaltquadern vor der Küste von Antrim wird wegen des großen Besucherandrangs der letzten Jahre als Sehenswürdigkeit neu ausgestaltet und im August 2012 mit einem modernen Besucherzentrum eröffnet. Das „Land of Giants Festival“ stellt die Verbindung zwischen Mythologie und Historie Nordirlands her.

Tullamore Viehschau: Mit Rasse und Klasse in die Natur

Eine solche Show wie den Tullamore Bauernmarkt am 12. August 2012 erlebt man nur in den irischen Midlands. Alles was Beine und vor allem vier davon hat, kommt hier zum großen Auftritt.
Wahrhafte Prachtkerle von Bullen, prämierte Rinder, die adrettesten Schafe der Welt und noch mehr klasse Vieh werden zur Ausstellung gebracht und mit Unterhaltungsprogrammen gefeiert. Daneben stellt die bäuerliche Industrie neuste Erfindungen vor, es gibt animierende Mode- und Kulturschauen und insgesamt ist all das ein tierischer Spaß für alle, die nach dem unverfälschten Landleben suchen.

139. Dublin Horse Show – das Reitsport-Event des Jahres
Internationale Springturniere, Shows von irischen Zuchtpferden und -ponys und ein großes Rahmenprogramm in einem Event. Es wird auch in diesem Jahr vom 15. – 19. August heiß hergehen, wenn die Dublin Horse Show, eines der größten Events in Irland, wieder knapp 100.000 Besucher aus aller Welt nach Dublin zieht.
Es sind nicht nur die hochklassigen Springwettbewerbe, die die Zuschauer Jahr für Jahr begeistern, sondern vielmehr der Mix aus internationalem Pferdesport, Vorführungen und Turnieren für Pferde und Ponys aus der irischen Zucht und das bunte Rahmenprogramm auf dem 160.000m2 großen Gelände der Royal Dublin Society (RDS).
Die Dublin Horse Show 2012 ist die 139. Ausgabe der Show und hat viel mit irischer Tradition und Kultur zu tun, da sie die Affinität der Iren zu Pferden zeigt und ein Muss für jeden pferdebegeisterten Iren ist.
In diesem Jahr werden in über 125 Klassen mit mehr als 947.000 Euro das drittgrößte Preisgeld für Reitwettbewerbe weltweit ausgeschüttet. Highlights sind dabei mit Sicherheit die 16 internationalen Springwettbewerbe in der RDS-Arena, aber auch die Vorführungen des Reitkünstlers Jean-François Pignon, der nun schon im zweiten Jahr in Folge in der Show auftritt.

Pressekontakt Irland: Judith v. Rauchhaupt und Monika Wörmann

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