28.3.-29.7.12 Bayer. Nationalmuseum

28.03.-29.07.12 Bayerisches Nationalmuseum. Sonderausstellung: Die Faszination des Sammelns. Meisterwerke der Goldschmiedekunst aus der Sammlung Rudolf-August Oetker und der Studioausstellung: Der Silberbecher. Variationen eines Trinkgefäßes von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Die Faszination des Sammelns. Meisterwerke der Goldschmiedekunst aus der Sammlung Rudolf-August Oetker.

Künstlerisch gestaltete Objekte aus Silber und Gold faszinieren seit jeher ihren Betrachter. So auch den Bielefelder Unternehmer Rudolf-August Oetker (1916-2007), zu dessen umfangreicher Kunstsammlung eine international bedeutende Kollektion meisterlicher Goldschmiedewerke gehört. Bei den rund 70 in der Ausstellung präsentierten Werken der Edelschmiedekunst handelt es sich überwiegend um Trinkgefäße aus Renaissance und Barock, geschaffen von berühmten Meistern aus Nürnberg, Augsburg, Hamburg und Dresden, aber auch um außergewöhnliche Arbeiten, die abseits der Goldschmiedemetropolen entstanden sind. Die Palette reicht von prachtvollen Pokalen wohlhabender Nürnberger Patrizier, repräsentativen Zunftgefäßen, wundersamen Trinkspielen in Gestalt von Schiffen, Windmühlen oder Laternen bis hin zu exotischen Naturalien und Edelsteinen in kostbaren Silberfassungen, wie sie einst für fürstliche Schatzkammern gesammelt wurden.

Im Fokus stehen nicht nur die Funktion der Trinkgefäße und ihre Rolle in der höfischen Tafelkultur, sondern vor allem auch die handwerklichen Techniken der „Goldschmiedekunst“. Eindrucksvoll führen die Werke die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten durch Treiben und Ziselieren, Gravieren oder Emaillieren und die Phantasie der Goldschmiede vor Augen, deren Schöpfungen eine vergangene Kultur lebendig werden lassen. Die Ausstellung bietet die besondere Gelegenheit, diese nur selten öffentlich gezeigten Schätze zu sehen.

Ein reich bebilderter Katalog dokumentiert die Ausstellung (Hirmer-Verlag München, Hardcover, 264 S., ca. 240 Abb., 29,90 Euro in der Ausstellung, 39,90 Euro im Buchhandel).

Zur Ausstellung der Sammlung Rudolf-August Oetker zeigt das Bayerische Nationalmuseum in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Kunstgewerbe-Verein die Studioausstellung „Der Silberbecher – Variationen eines Trinkgefäßes von der Renaissance bis zur Gegenwart“.

Das umfangreiche Rahmenprogramm entstand in Kooperation mit dem Bayerischen Kunstgewerbe-Verein, Neumeister Kunstauktionen, der Staatlichen Berufsfachschule für Glas und Schmuck Kaufbeuren-Neugablonz und dem Restaurant Bayerisches Nationalmuseum. Es umfasst u. a. Kuratoren-, Themen- und Künstlerführungen, Workshops, ein Podiumsgespräch zu den Positionen der zeitgenössischen Silberschmiedekunst, „lebende Werkstätten“ sowie abendliche Tischgespräche zum Thema Trink- und Tafelsitten mit Menü und eine Champagnerverkostung aus Silberbechern. Außerdem ist ein Termin geplant, zu dem Besucher Experten ihre Silberobjekte zur Begutachtung vorlegen können.

 

Der Silberbecher. Variationen eines Trinkgefäßes von der Renaissance bis zur Gegenwart. Studioausstellung des Bayerischen Nationalmuseums in Kooperation mit dem Bayerischen Kunstgewerbe-Verein e.V.

Aus der Vielfalt der in Renaissance und Barock entstandenen Trinkgefäße aus Edelmetall hat eine Form bis heute überdauert: der Silberbecher. Ergänzend zu den repräsentativen Pokalen und phantasievollen Trinkspielen aus der bedeutenden Silbersammlung des Bielefelder Unternehmers Rudolf-August Oetker in der Ausstellung „Faszination des Sammelns“ stellen das Bayerische Nationalmuseum und der Bayerische Kunstgewerbe-Verein historische und zeitgenössische Silberbecher gegenüber. Das spannungsvolle Nebeneinander schärft den Blick für künstlerische Ideen, Form und Proportion, Materialität, Herstellungstechnik und Funktionalität.

Aus seinen reichen Sammlungsbeständen zeigt das Bayerische Nationalmuseum ausgewählte Beispiele vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, die überwiegend in süddeutschen Goldschmiedewerkstätten wie Augsburg, Nürnberg oder München entstanden sind. Neben der Variationsbreite der Formen – Kugelfußbecher, Deckelbecher, Faustbecher, Setzbecher, Doppelbecher – veranschaulichen die Trinkgefäße auch die vielfältigen Möglichkeiten der Herstellung durch Gießen, Treiben und Löten sowie der Oberflächendekoration durch Ziselieren, Punzieren, Gravieren, Emaillieren oder Vergolden.

Dem gegenüber stehen Becher von 16 zeitgenössischen Silberschmieden, alle Mitglieder des Bayerischen Kunstgewerbe-Vereins, darunter zahlreiche Preisträger des Bayerischen Staatspreises und des Danner Preises: Kerstin Becker, München – Michael Becker, München – Maike Dahl, Hannover – Askan Hertwig, Nürnberg – Katja Höltermann, Nürnberg – Martin und Ulla Kaufmann, Hildesheim – Josephine Lützel, Winterhausen bei Würzburg – Beate Leonards, Lübeck – Eva Reidel, Obergangkofen bei Landshut – Juliane Schölß, Nürnberg – Ja-Kyung Shin, München – Stefan Strube, Hannover – Peter Verburg, Obergangkofen bei Landshut – Christina Weck, München – Annette Zey, Nürnberg.

In Zusammenarbeit mit der Staatlichen Berufsfachschule für Glas und Schmuck Kaufbeuren-Neugablonz ist als Ergänzung zur Präsentation ein Film entstanden, der die Herstellung eines Silberbechers vorführt – vom Gießen des Blechs über das Aufziehen bis zum Anlöten des Lippenrandes und der Oberflächendekoration mittels Gravur.

Das umfangreiche Rahmenprogramm entstand in Kooperation mit dem Bayerischen Kunstgewerbe-Verein, Neumeister Kunstauktionen, der Staatlichen Berufsfachschule für Glas und Schmuck Kaufbeuren-Neugablonz und dem Restaurant Bayerisches Nationalmuseum. Es umfasst u. a. Kuratoren-, Themen- und Künstlerführungen, Workshops, ein Podiumsgespräch zu den Positionen der zeitgenössischen Silberschmiedekunst, „lebende Werkstätten“ sowie abendliche Tischgespräche zum Thema Trink- und Tafelsitten mit Menü und eine Champagnerverkostung aus Silberbechern. Außerdem ist ein Termin geplant, zu dem Besucher Experten ihre Silberobjekte zur Begutachtung vorlegen können.

Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Donnerstag 10 bis 20 Uhr
Eintrittspreise Erwachsene € 7,- / ermäßigt € 6,- 
Führungen Buchung für Gruppen unter Telefon (0 89) 21 12 42 16
Aktuelle Informationen unter Telefon (0 89) 21 12 42 16 oder Website

Pressekontakt Dr. Helga Puhlmann

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