19.4.-22.5.12 Stimmen der Roma

Stimmen der Roma. Eröffnung am 19. April um 19 Uhr Black Box, Gasteig
Die Roma, darin eingeschlossen die Sinti, bilden mit etwa zwölf Millionen Angehörigen die größte Minderheit in Europa. Sie leben aufgeteilt in mehrere ethnische Gruppen in allen europäischen Ländern. Ausgrenzung, Diskriminierung und Benachteiligung sind europaweit noch immer prägende Fakten für viele europäische Roma.
Eine neue Generation von Roma-Aktivist/innen und Künstler/innen setzt sich jedoch mit diffusen Fremdbildern und Zuschreibungen sowie bestehenden Traditionen sehr bewusst auseinander. Es wächst ein neues kulturelles Selbstbewusstsein. Dieses steht im Zentrum der Veranstaltungsreihe „Stimmen der Roma“, die vom 19. April bis 22. Mai in München stattfindet. Die Reihe wird von der Münchner Stadtbibliothek, der Münchner Volkshochschule und dem Tschechischen Zentrum und in Kooperation mit zahlreichen Partnern realisiert. Das Programm präsentiert in fast 30 Veranstaltungen ein breites Spektrum aus dem zeitgenössischen Kunstschaffen der Roma und gibt in Vorträgen und Gesprächen aktuellen gesellschaftlich-politischen Diskussionen Raum.

Eröffnet wird „Stimmen der Roma“ mit dem Podium „Roma. Kultur im Aufbruch?“ am 19. April im Kulturzentrum Gasteig. Teilnehmer sind namhafte Romakünstler wie der in Köln lebende Schriftsteller Jovan Nikolić, die Kuratorin Tímea Junghaus aus Budapest, die 2007 den ersten Roma-Pavillon auf der Biennale in Venedig kuratierte, der junge Musiker und Komponist Adrian Gaspar aus Wien sowie der Autor, Kulturwissenschaftler und Musiker Alexian Santino Spinelli aus Italien. Die Moderation übernimmt der Autor und Dramaturg Björn Bicker. Es begrüßt der Kulturreferent der Landeshauptstadt München, Dr. Hans-Georg Küppers.

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