Audio: Wawrczeck, Der Schrei…

2011 Vitaphon

Jens Wawrczek

Der Schrei

Eine Geschichte über die Anziehungskraft des Bösen – knapp und fast spröde erzählt, einem eigenen, albtraumhaften Rhythmus folgend. Die Rede ist von Robert Graves’ „Der Schrei“, und ebenso fesselnd wie beklemmend hat nun Jens Wawrczeck diesen Albtraum als Hörbuch umgesetzt – kongenial unterstützt von der unheimlich-psychedelischen Musikkomposition von Henrik Albrecht.

Die Geschichte handelt von einem Ehepaar, das in einem Haus am Meer lebt. In den Dünen begegnet der Mann einem geheimnisvollen Fremden und lädt ihn ein, bei ihnen zu wohnen. Seine Frau verliebt sich in den Fremden, der behauptet, er könne mit seinem Schrei, den er bei den australischen Aboriginees gelernt habe, töten und die Welt erschüttern. Doch plötzlich wird das Paar von erschreckenden Albträumen geplagt. In einem dreht sich alles um die Seelen der Menschen. Sind sie vielleicht in den Steinen gefangen, die in den Dünen herumliegen?

Die Erzählung aus dem Jahre 1929 behandelt den Übergang von Wahrnehmung zu Wahnsinn – ein Thema, dass Jens Wawrczeck schon immer faszinierte: „Es gibt Situationen, die sich unserem Verstand nicht erschließen. Und obwohl wir von unserer inneren Stimme gewarnt werden, können wir nicht widerstehen, die verbotene Tür zu öffnen und in den unbekannten Raum zwischen Tag und Nacht, zwischen Leben und Tod einzutreten. Von so einer Ausnahmesituation handelt ‚Der Schrei’“. Die düstere Atmosphäre spiegelt auch der Song „Lord of the Reedy River“ wider, der, so findet auch Komponist Henrik Albrecht, das Hörbuch abrundet: „Das hypnotische Kreisen dieses Liedes um wenige Harmonien passt wunderbar zu dem Text.“

Mit Robert Graves’ „Der Schrei“ setzt Jens Wawrczeck zudem seine Hörbuchedition AUDOBA fort. Dabei geht es dem Hamburger Schauspieler darum, bislang Unerhörtes hörbar zu machen und Stoffe zu vertonen, deren Wiederentdeckung längst überfällig ist: „Bei der Auswahl der Texte ist entscheidend, ob mich ein Stoff fesselt und bewegt, ob er geistreich und charmant erzählt wird. Ich möchte – im wahrsten Sinne des Wortes – gute Unterhaltung liefern.“ Darüber hinaus machen die Komposition und das Arrangement von Henrik Albrecht und nicht zuletzt der abschließende, von Jens Wawrczeck dargebotene Song die Edition AUDOBA zu etwas ganz Besonderem.

Über Jens Wawrczeck

Jens Wawrczeck wurde 1963 in Dänemark geboren. Seine Schauspielausbildung erhielt er in Hamburg, New York und Wien. Für seine Rolle als Edgar in Shakespeares „King Lear“ bekam Jens Wawrczeck 1995 den Hersfeldpreis der Kritiker sowie den Publikumspreis. Zahlreiche Auszeichnungen folgten für seine Hörspielaufnahmen. In den letzten Jahren war er in so unterschiedlichen Rollen zu hören wie Josef Goebbels, Jesus Christus, Baudolino, Bonpland (Die Vermessung der Welt) oder als Mörder in Truman Capotes Kaltblütig.

Pressekontakt Kathrin Lümers, KÜHL PR

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