Ja, sind denn die Bayern narrisch?

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Am 11.11. um 11.11h hat auch in Bayern die närrische Zeit begonnen. Erstmals seit sieben Jahren wieder Schäfflertanz. Die schönsten Bräuche und Events in der kommenden Saison

München (by.TM, 11. November 2011). Ja: Die Bayern sind narrisch! Das beweisen wilde Maskierungen, Narrenstreiche und diverse Bräuche, mit deren Hilfe in Bayern der Winter vertrieben werden soll. Zum Auftakt der fünften Jahreszeit, die an diesem Freitag beginnt, stellt BAYERN TOURISMUS Marketing die schönsten Bräuche und Feste im Freistaat vor.

Schäfflertanz in München. 06.01.-21.02.12 ist es wieder soweit: Die Schäffler tanzen auf den Straßen und Plätzen der Landesmetropole. Ursprünglich durften am Tanz nur ledige Männer aus der Zunft der Schäffler teilnehmen; sie mussten einen einwandfreien Leumund nachweisen und seit mindestens zwei Jahren in München wohnen. Heute genügt es, Mitglied des Fachvereins der Schäffler Münchens e.V. zu sein, um mittanzen zu können. Erkennungsmerkmal der Tänzer: rote Jacke, weißes Hemd mit schwarzer Schleife, schwarze Bundhosen und weiße Kniestrümpfe. Der Schäfflertanz, der im Sieben-Jahres-Rhythmus zum Münchner Fasching gehört, stammt aus dem Mittelalter. Nach verbreiteter Volksmeinung geht das Ritual auf eine Initiative in der Pestzeit mit der großen Epidemie von 1634 zurück. Während damals noch die meisten Münchner aus Angst daheimgeblieben sind, hatten die Schäffler (Fasshersteller) sich als Erste wieder auf die Straße getraut und mit ihrem Reigen ein Zeichen der Hoffnung gesetzt. Die Glocken läuteten, Dankgebete wurden gesprochen und Münchens Bürger konnten neuen Mutes wieder ihren Alltag aufnehmen. Die Schäffler gelobten, zur Erinnerung an die schreckliche Pestzeit alle sieben Jahre diesen Tanz in festlicher Weise zu wiederholen. So entstand ein Brauch, der bis heute in München gelebt wird.

Schneemannfest in Franken. 17.-20.02.2012 findet in in Franken, rund um den größten Schneemann, eine ganz besondere Faschingsparty statt. Die Bewohner von Bischofsgrün feiern wieder ihr traditionelles Schneemannfest. Zum 27. Mal wird Jakob, wie das Ungetüm aus Schnee genannt wird, von Ehrenamtlichen auf dem Marktplatz errichtet. Rund 200 Tonnen Schnee waren die Jahre davor für den Riesen nötig, zwei Bagger rollten die Kugeln in Form. Jakob erreichte 2006 eine Rekordgröße von über zwölf Metern. Baubeginn ist am Freitag, 17.02.2012, ab 8h. Am Rosenmontag, 20. Februar 2012, wird es am Marktplatz vor der Evangelischen Kirche mit dem größten Natur-Schneemann Deutschlands eine große Party geben, inklusive Kinderprogramm (ab 14.30 Uhr), einem Fackel-Festzug (ab 19.00 Uhr) und Openair-Disco (nach dem Festzug). Eine Live-Webcam überträgt den Bau des fränkischen Schneeriesens und die Party.

Maschkera und Gungln im Karwendel. Mitte Januar bis zum 21. Februar 2012 feiern die Bewohner der Alpenwelt Karwendel wie vor Hunderten von Jahren: Mit aufwändig geschnitzten Masken, sogenannten Larven, kostümieren sich die Anwohner als Maschkera. Dabei spielen die Maskierten unterschiedliche Personen, ob „Pfannenzieher“, „Jacklschutzer“ oder „Bärentreiber“ – Hauptsache, die eigene Person ist nicht mehr zu erkennen, auch nicht am Gang oder an der Stimme. Besonders hoch her geht es am Unsinnigen Donnerstag, den 16.02.2012, in Mittenwald mit dem Umzug der „Schellenrührer“, der seit 500 Jahren Tradition ist. Mit Lederhosen, schweren Glocken umgeschnallt, grünen Hüten und Holzlarven hüpfen die Maschkera in einer langen Reihe und im gemeinsamen Rhythmus voran. Ein ebenso schöner Brauch sind die sogenannten „Gungln“, an denen sich jeweils montags, dienstags und donnerstags die einheimischen Mädchen zum gemeinsamen Tanz mit den Maschkeras in den Wirtshäusern von Mittenwald, Krün und Wallgau einfinden. Am Sonntag, den 19. Februar, sind beim Krüner Faschingsumzug alle Maschkeras auf den Beinen. Die Masken sind zum Teil seit Jahrhunderten in Familienbesitz.

Pressekontakt: BAYERN TOURISMUS Marketing Jens Huwald & Claudia Hinnerkopf

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