Ausstellung zur Mathematikvisualisierung

Imaginary

Eine dauerhafte interaktive Ausstellung zur Mathematikvisualisierung im Mathematischen Kabinett

München, 28. Juli 2011: So schön war Mathematik noch nie! In einem neugestalteten Bereich des Mathematischen Kabinetts im Deutschen Museum erwachen komplizierte Formeln und Simulationen zum Leben. Zur Erstellung schöner algebraischer Flächen, Lösung mathematischer Spiele und Erkundung dreidimensionaler Objekte ist an verschiedenen Stationen Kreativität, Intuition und mathematisches Geschick gefragt. Foto: „Zitrus“ © Herwig Hauser

Imaginary ist eine interaktive Ausstellung, die auf attraktive und verständliche Weise Simulationen, virtuelle Welten, 3D-Objekte und ihre theoretischen Hintergründe aus verschiedenen Disziplinen der Geometrie präsentiert. Ihr didaktisches und ästhetisches Konzept begeistert die Besucher für Mathematik über visuelle Eindrücke und Live-Interaktion und weckt Neugier auf die Theorie dahinter. Als Besonderheit der Ausstellung gilt die nachhaltige Vermittlung der Inhalte durch freie Software und Begleitmaterial zum Einsatz im Unterricht.

In der Ausstellung kann der Besucher selbst Gleichungen erfinden oder schon gegebene Gleichungen so ändern, dass schöne Figuren entstehen. Die Gleichungen werden auf einem Touchscreen eingegeben, die Flächen können beliebig gedreht und eingefärbt werden. Des Weiteren gibt es mathematische Spiele zu Themen wie Spiegelungen, Drehungen, Mathematik in der Natur bzw. Fraktale, Puzzles und Knobelspiele, Simulationen mit Laufroboter oder Fischschwarmverhalten. Mit Hilfe einer „3D-Maus“ bewegt sich der Besucher durch eine Art virtueller Welt, und erkundet ein dreidimensionales mathematisches Objekt von allen Seiten. Per Touchscreen kann das Objekt bewegt, herum geworfen und wieder aufgefangen werden. Reelle algebraische Geometrie wird in Echtzeit visualisiert und führt so den Besucher spielerisch und sehr vielfältig an verschiedene Themen der Mathematik heran.

Die interaktiven Stationen für das Deutsche Museum wurden vom Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach MFO (Programm „Surfer“), dem Zentrum für Mathematik der Technischen Universität München (Programm „Cinderella“) sowie dem DFG-Forschungszentrum MATHEON der Technischen Universität Berlin (Programm „jReality“) entwickelt und gefördert. Das gesamte Projekt wird darüber hinaus finanziell vom BMBF unterstützt.

 

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