Bayern: Urlaub als Schatzgräber

Bayerisches Golf- und Thermenland

Abenteuer Archäologie im Landkreis Landshut

Wenn Elmar Stöttner (rechts/hier mit Bürgermeister Josef Heckner von Ergolding), von „alten Scherben“ spricht, wie manche die wertvollen Fundstücke nennen, dann kommt er ins Schwärmen. Und dieser Funke springt sicherlich auf seine Archäologie-Urlauber über. Freilich muss man schon eine Affinität für zeitgeschichtliches Buddeln mitbringen. Aber wenn diese Voraussetzung gegeben ist, dann liegt man bei ihm goldrichtig.

Eine Teilnahme am Abenteuer Archäologie im Landkreis Landshut ist eine Reise durch acht Jahrtausende Kulturgeschichte. Sie beginnt um 5.600 v. Chr., als die ersten Bauern Niederbayern besiedelten (aus dieser Zeit stammt übrigens die hier ausgegrabene und ausgestellte älteste Tasse Mitteleuropas), zieht sich über die Jungsteinzeit mit ihren eindrucksvollen Sonnentempeln und führt über die Epochen der Kelten und Römer bis in die Zeit der Bajuwaren, Vorfahren der heutigen, bayerischen Bevölkerung, die ab 500 n.Chr. die Region bewohnten.

Mit Pinsel und Spatel legt man die Umrisse eines Fundstücks frei, dann wird das Artefakt vorsichtig geborgen und katalogisiert. Im Landkreis Landshut kamen auf diese Weise schon viele Goldmünzen, Keramiken, Amulette und Pfeilspitzen an das Tageslicht – nicht nur durch Archäologen, sondern auch durch Grabungs-Touristen. Sie erforschen während eines Grabungsurlaubs unter fachmännischer Anleitung die Vor- und Frühgeschichte Niederbayerns. Ein kulinarisch-kulturelles Rahmenprogramm mit Ausflügen zu Museen, Sehenswürdigkeiten und Biergärten im Bayerischen Golf- und Thermenland runden die Grabungsferien ab… Vergessen sind Schweiß und Rückenschmerzen, wenn die Grabungsteilnehmer auf Funde stoßen. Bis dato haben die Hobby-Archäologen u.a. Gräber aus der Schnurkeramiker-Zeit (2.400 v. Chr.) entdeckt, einen Kultopferplatz der Bronzezeit ausgegraben und eine Jungsteinzeitsiedlung erforscht. Offiziell mitnehmen bzw. heimlich mitgehen lassen darf man die Schätze natürlich nicht. Da begnügt man sich besser mit Repliken der Altertümer, die gegen kleine Münzer im Museum zu erwerben sind. Aber es ist das Abenteuer und die Teamarbeit, die den Aufenthalt unvergessen machen. Und sollte es tatsächlich einmal vorkommen, dass in einer Woche nichts Archäologisches aus dem Lehm spitzt – Ruhe und Meditation findet man allemal… „Das ZEN des Grabens“ möchte ich es mal nennen…

Das Package für den Archäologie-Urlaub ist ab 865 € buchbar und enthält: Sechs Übernachtungen mit Frühstück, Einführungsvortrag in die Grabungstechnik, wissenschaftliche Betreuung durch versierte, professionelle Archäologen, eine Vorführung experimenteller Archäologie (z.B. Feuermachen), Vortrag über Luftbildarchäologie, eine Stadtführung durch das mittelalterliche Landshut, Exkursionen zu Fundstätten und Museen der Region, Verpflegung vor Ort, Arbeitsgeräte und Versicherung sowie ein Grabungsfest. Hinweis: ohne Übernachtung kostet das Arrangement um 250 € weniger. Weitere Informationen und Anmeldung online oder über Hotel-Gasthof Wadenspanner, wo es u.a.

diesen grandiosen Eiskrapfen gibt (der übrigens nicht aus der Eizeit stammt, sondern eine aktuelle Kreation des Hauses ist). Wer da nicht zum kulinarischen Schatzgräber wird…

Spielerische Archäologie für Kinder im Museum Altdorf: Das Museum im Adlhoch Haus bietet ein Ferienprogramm speziell für junge Hobby-Archäologen: In den Pfingst- u. Sommerferien gibt es Tagesprogramme für Kindergruppen, die Geschichtliches auf spielerische Weise näherbringen. Zu Themen wie Steinzeit, Rom oder Mittelalter werden Gegenstände hergestellt, die als Erinnerung mit in den Reisekoffer wandern, „historische“ Mahlzeiten werden selbst gekocht und die Geschichte mit allen Sinnen lebhaft erforscht.

Informationen/Broschüren: Tourismusverband Ostbayern e.V. Tipp: Film ab im Bayerischen Golf- und Thermenland

Weitere Vorschläge für den Urlaub in der Region:
Besser Golfen in Yin und Yang
Kulinarik
Kur und Wellness
Pressekontakt: Comeo, Frederike Floth

Rena Sutor/PTM

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