Welcher Helm ist der Richtige?

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Nicht oben ohne

Versicherungskammer Bayern VKB informiert

München. Mit Frühlingsbeginn sind wieder deutlich mehr Fahrradfahrer auf den Straßen. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang diskutiert, ob in Deutschland eine Helmpflicht für Radfahrer eingeführt werden soll. Denn ohne Frage bietet ein Fahrradhelm einen wichtigen Schutz vor Kopfverletzungen und viele Unfälle könnten dadurch glimpflicher ablaufen. Was die Unfallversicherung anbelangt, so gibt es auch hier keine Vorschriften. „Das Tragen bzw. Nichttragen eines Helms wirkt sich nicht auf den Versicherungsschutz aus. Doch unabhängig von gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben ist das Tragen eines Helms und damit eigenverantwortliches Handeln zweifellos sinnvoll,“ so Claudia Scheerer, Pressesprecherin der Versicherungskammer Bayern. Alleine in Bayern kam es im Jahr 2010 zu 11.291 verunglückten Radfahrern (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung). Um sich hier selbst zu schützen, sind ein Fahrradhelm und eine umsichtige Fahrweise die besten Mittel. Der Schutzhelm kann im Ernstfall Leben retten. Das spielt gerade bei Kindern, deren Kopf noch im Wachstum ist, eine wichtige Rolle. Im Jahr 2009 trugen in Deutschland über alle Altersgruppen hinweg gerade einmal 11 Prozent der Fahrradfahrer einen Schutzhelm (2008: 10 Prozent). Damit wird zwar der positive Trend der Vorjahre fortgeführt, dennoch bleibt der Anteil der Helmträger weiterhin gering.

Welcher Helm ist der Richtige?

Die Passform ist beim Fahrradhelm entscheidend. Er darf weder drücken, noch sollte er zu locker sitzen. Dabei muss er Stirn, Schläfen und Hinterkopf abdecken. Besonders für Kinder sind Helme ideal, die mittels eines Stellrädchens an die Kopfgröße angepasst werden können. Der Kinnriemen sollte mindestens 1,5 Zentimeter breit sein und nicht die Ohren berühren. Der Helm muss so angepasst sein, dass er straff sitzt, ansonsten verliert er seine Schutzwirkung beim Sturz. Für besseren Tragekomfort sind Lüftungsschlitze zu empfehlen, die mit Insektengittern versehen sein sollten. Grelle Helmfarben wie ein leuchtendes Rot oder Neongelb tragen besonders dazu bei, dass man im Straßenverkehr besser wahrgenommen wird.

Am besten kauft man den Helm beim Fachhändler, wo man ihn bei individueller Beratung in Ruhe anprobieren kann. Auf die bekannten Prüfsiegel „GS“ und „CE“ sollte unbedingt geachtet werden, denn nur sie garantieren, dass der Helm den nötigen Sicherheitsnormen entspricht.

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