15.04.11 Jobarteh Kunda und Kaira Club

menschen-arbeit-0033.gif von 123gif.deKonzert und Party im Theaterzelt Das Schloss.
Tickets: 21,50 € inkl. VVK-Gebühr, Abendkasse: 22 €. ikf-Tickethotline: 089 / 58 999 812 oder ikf-kultur

Ein mitreißender Stilmix aus Afrika und der Karibik, Pop und Jazz erwartet die Zuschauer – immer tanzbar, voller Energie und purer Lebensfreude. Diese kraftvolle Performance mit überwiegend traditionellen Instrumenten klingt vielversprechend. Tormenta Jobarteh: Der“ weiße“ Griot Tormenta Jobarteh wuchs in München auf und studierte dort am Dante Augustini Institut Schlagzeug. Als Musiker tourte er in verschiedenen Besetzungen durch Europa, Asien und die USA, bis er 1987 eine Band aus Gambia traf und von ihnen in das kleine, vom Senegal umschlossene westafrikanische Land eingeladen wurde. Dort hörte er zum ersten Mal das Klangbild einer Kora, gespielt von einem Musiker, der das Instrument, eine Harfenlaute, virtuos beherrschte. Bei seinem musikalischen Mentor Basuro Jobarteh, dem anerkannten Griot von Boraba, Fulladou vergingen für Tormenta acht Jahre in Boraba, bis das intensive Studium der Kora, sowie der Mandinka Sprache und der gesamten Mande-Kultur erfolgreich abgeschlossen war. Tormenta lebte sich dabei derart in die Kultur seiner Wahlheimat ein, dass er von der Familie Jobarteh adoptiert wurde. Griots (in der Mandinka Sprache Jaliya) sind Musiker, Historiker, Chronisten, Geschichtenerzähler und weise Berater in einer Person. Ihre Tradition wird vom Vater auf den Sohn vererbt und schon viele Jahrhunderte genießen sie, bei der Bevölkerung großen Respekt.

Jobarteh wurde schließlich ebenfalls zum Griot ernannt, mit allen Rechten und Pflichten – wohl einmalig für einen Nichtafrikaner mit weißer Hautfarbe. Beauftragt von der überwältigenden Ehre und mit der großen Erfahrung bereichert schließlich seine „Kunda“ gefunden zu haben und ihr nun auch musikalisch, sprachlich und inhaltlich einen Ausdruck geben zu können, begann Tormenta Jobarteh diese Erfahrung, sowie die reiche Kultur der Mande-Griots nach Deutschland und Mitteleuropa zu bringen und in Bezug zu seiner eigenen afrikanisch-europäischen Geschichte ein entsprechendes neues musikalisches Konzept zu entwickeln. Ein Konzept, das im gegenseitigen Verständnis dieser zwei großen und kulturell reichen Erdteile seinen spirituellen Ansatz hat. Seit 10 Jahren tourt Tormenta Jobarteh mit seiner Weltmusikgruppe Jobarteh-Kunda und als Geschichtenerzähler auf internationalen Festivals und zahlreichen pädagogischen Einrichtungen. Beim 1.Festival der besten deutschsprachigen Märchen und Geschichtenerzähler (16 Erzähler/innen) in Neukirchen-Vluyn am 2. Juli 05 hat Tormenta Jobarteh den ersten Platz erreicht. Das Musikhörspiel Taling-Taling wurde mit dem Meisterpreis der Bayrischen Staatsregierung ausgezeichnet. Seine Band Jobarteh- Kunda war für den Deutschen Ruth- Weltmusikpreis 2005 und den BBC Award 2005 nominiert.
Jobarteh Kunda:
Zahlreiche Auftritte festigten sowohl das Repertoire als auch den guten Ruf dieser Band. Nach und nach wurden für das ambitionierte Vorhaben traditionelle Songs
umarrangiert, modernisiert und mit neuen Titeln zu einem in sich stimmigen Programm vereinigt. Bis zur Aufnahme der ersten CD „Abaraka“ im Frühjahr 1999 hatte sich das Line-Up durch hochkarätige Musiker komplettiert. Das Debut-Album „Abaraka“ hatte internationalen Erfolg (der Song „Afrika“ wurde der Titelsong des Kinofilms Anansi von Fritz Baumann). Ihre zweite CD „Ali Heja“ erhielt fantastische Kritiken, u.a. in der Süddeutschen Zeitung. Mit dem Ausscheiden 2006 von Mori Dioubate begann für die Band ein neues Kapitel. Tormenta Jobarteh, Humphrey Cairo (Drummer) und Gerhard Wagner (Sax, Flute) entwickelten zusammen einen neuen Sound. Heute präsentiert die Band eine perfekte Verbindung von westafrikanischer Manding-Musik mit Elementen von African Roots, Hip- Hop, Reggae und Highlife. Harmonien und Power Groove verschmelzen mit Charme und ansteckender Lebensfreude. Die Kora von Tormenta Jobarteh ist nach wie vor der rote Faden der Band. Dadurch ist die Musik von Jobarteh-Kunda äußerst reizvoll und variationsreich, sie ist Weltmusik im wörtlichen Sinn. Die Band spielte u. a. bereits als Support von Miriam Makeba. Bei ihrer letzten Deutschland-Tournee gewannen sie Tausende von neuen Fans auf vielen großen Bühnen, u.a. beim vielumjubelten Konzert (neben Manu Dibango) bei den Afrikatagen in München, beim legendären Finkenbach Open Air mit Gentleman oder beim Sunsplash als Support für Tiken Jah Fakoly und auf dem „Chiemsee Reggae Summer“.
Jobarteh Kunda war mit dem Song „Djihati Kelo“ unter den Finalisten für den World Music Award 2009.

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