Kalenderblatt Samstag 26.1.19

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tiger-0004.gif von 123gif.deZitat des Tages: „Für mich sind die Männer die schönsten und gefährlichsten Raubtiere der Welt. Ich liebe sie, wie ein Dompteur seine Tiger liebt.“ Eartha Kitt (1928)

26.1.1956: Olympiastar Sailer: „Der Blitz von Kitz“

Dass die Tiroler nicht nur lustig, sondern auch auf der Skipiste unschlagbar sind, beweist bei den VII. Olympischen Winterspielen, die am 26. Januar 1956 in Cortina d’Ampezzo beginnen, der junge Toni Sailer aus Kitzbühel. Der smarte Österreicher holt sich in allen drei alpinen Disziplinen Gold und schreibt als „Blitz von Kitz“ Skigeschichte.

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20 Jahre alt ist der alpine Skiläufer, der sich im Dolomitenparadies Cortina eine Trophäe nach der anderen holt: erst im Riesenslalom, zwei Tage später im Slalom und zu guter Letzt auch noch im Abfahrtslauf. In seiner Tiroler Heimat ist Sailer zwar bereits ein „Lokalmatador“, international gesehen aber ist er ein unbeschriebenes Blatt, und erst recht kein Favorit. Das sind schon eher die „alten Hasen“, seine österreichischen Teamkameraden Andreas Molterer und Ernst Hinterseer. Dass Sailer eine ernsthafte Konkurrenz darstellen könnte, damit rechnet in Cortina d’Ampezzo keiner. Vor allem an jenem 3. Februar nicht, als Sailer mit der ungünstigen Nummer 18 an den Start der Riesenslalompiste geht. Trainieren konnte keiner der Skiläufer ausreichend, denn Südtirol ist in diesem Winter nicht mit viel Schnee gesegnet. Molterer, der mit 3:06,3 Minuten eine sensationelle Zeit vorgelegt hat, wähnt sich daher siegessicher. So trifft es ihn besonders hart, als Sailer mit nur 3:00,1 Minuten durchs Ziel geht. „Dass er mich gleich um sechs Sekunden geputzt hat?“, konstatiert Molterer fassungslos.

Weil es so schön war, wird der Überraschungssieg am 5. Februar im Slalom auf dem Col Druscié gleich nochmals wiederholt. Erneut sind die Schneeverhältnisse katastrophal, die Piste obendrein gefährlich vereist. Nebel, Schneetreiben und Eis sorgen dafür, dass von insgesamt 89 an den Start gegangenen Läufern 32 ausscheiden. Der einzige, dem Wind, Wetter und schlechte Sicht nichts anhaben können, ist der Kitzbühler. Ungeachtet aller Bedingungen fährt er auch hier Bestzeit. Beim Abfahrtslauf setzt er gleich noch eins drauf. Bei minus 24 Grad und eisigem Seitenwind trumpft er noch einmal auf und ist nach einem rasanten Rennen wieder vier Sekunden schneller als der Favorit Molterer. Seinem Ruf als „Blitz von Kitz“ wird er mit der dritten Goldmedaille mehr als gerecht. Cortina steht Kopf und feiert den rasanten und obendrein ausgesprochen „feschen“ und sympathischen Skiläufer als neuen Superstar.

Gedenktage:

1993: Das tschechische Parlament wählt den populären Dramatiker Václav Havel (bis Juli 1992 Staatsoberhaupt der CSFR) zum ersten Staatspräsidenten der jungen Tschechischen Republik.

1935: In der Wiener Staatsoper findet der erste „Opernball“ statt. In den Folgejahren avanciert der elegante Höhepunkt der Opernsaison zum Treffpunkt des europäischen Hochadels und anderer High Society.

1925: Leo D. Trotzki wird vom Zentralkomitee der KP in Moskau seiner Ämter – Vorsitzender des Kriegsrats und Volkskommissar für das Kriegswesen – enthoben. Später wird der Führer der Oktoberrevolution von 1917 auf Betreiben Stalins von seinen Parteiämtern enthoben und in die Verbannung nach Kasachstan geschickt.

1908: In der schottischen Stadt Glasgow kommt es auf Initiative von Sir Robert Baden-Powell zur Gründung der „Boy Scouts“, der ersten organisierten Pfadfindergruppe. Ziel der Bewegung ist es, den Jugendlichen traditionelle Werte wie Fleiß, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsgefühl zu vermitteln.

1788: Auf dem Kontinent Australien wird im Auftrag des britischen Empire die Kolonie Sydney gegründet. Die ersten Einwohner der jungen Siedlung sind überwiegend Strafgefangene aus Nordamerika.

Geburtstage:

1928: Eartha Kitt; farbige US-Jazzsängerin, Schauspielerin und Tänzerin mit katzenhaft geschmeidigen Bewegungen, die gerne als „Königin der Nachtclubs“ bezeichnet wurde. Zu den bekanntesten Titeln des Broadwaystars der 1950er-Jahre zählen die erotisch gehauchten Songs „Johnny, wenn du Geburtstag hast“, „C’est Si Bon“ und „My Heart Belongs To Daddy“.

1925: Paul Newman; US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Produzent. Der Star ohne Allüren und Skandale wurde international bekannt an der Seite von Liz Taylor in der Tennessee-Williams-Verfilmung „Die Katze auf dem heißen Blechdach“. In späteren Jahren sah man ihn häufig als Filmpartner von Robert Redford, u.a. in der Gangsterkomödie „Der Clou“ (1973).

1918: Nicolae Ceausescu († 25.12.1989); rumänischer Politiker und Staatspräsident von 1974-89. Nach dem blutigen Umsturz (1989) wurden der kommunistische Diktator und seine Frau Elena am 1. Weihnachtsfeiertag in Bukarest erschossen.

1905: Bernhard Minetti († 12.10.1998); deutscher Bühnenschauspieler mit breitem Repertoire, darunter Rollen in „König Lear“ und „Warten auf Godot“. Der 1976 zum „Schauspieler des Jahres“ gewählte Charakterdarsteller agierte in den 90er Jahren auch als Märchenerzähler. Zuletzt war Minetti, der zum Kreis der bedeutendsten deutschsprachigen Künstler zählt, an der Brecht-Bühne in Berlin engagiert.

1781: Achim von Arnim († 21.1.1831); deutscher Dichter der Romantik. Der einem märkischen Adelsgeschlecht entstammende Künstler gab gemeinsam mit seinem Schwager Clemens Brentano eine Sammlung deutscher Volkslieder („Des Knaben Wunderhorn“, 1806) heraus.

Copyright Rosmarie Elsner

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