30.4.-27.7.18 Public Art Munich

hand-0028.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand30.4.-27.7.18 PUBLIC ART MUNICH 2018 (PAM 2018) Game Changers

Performative Kunst in der Stadt. Kuratiert von Joanna Warsza. Gefördert von der Landeshauptstadt München. Grand Opening: 30. April Olympiastadion

Künstler*innen:
Lawrence Abu Hamdan, Cana Bilir-Meier, Anders Eiebakke, Leon Eixenberger, Massimo Furlan, Mariam Ghani, Flaka Haliti & Markus Miessen, Rudolf Herz & Julia Wahren, Alexander Kluge, Anna McCarthy & Gabi Blum, Michaela Melián, Ari Benjamin Meyers, Dan Perjovschi, Alexandra Pirici & Jonas Lund, Olaf Nicolai, Studierende der Akademie der Bildenden Künste München, The 9th Futurological Congress/Julieta Aranda & Mareike Dittmer, Franz Wanner, Aleksandra Wasilkowska

PAM 2018 – Game Changers
Die Ausrufung der Bayerischen Räterepublik im Jahr 1919, der demokratische Optimismus der Olympiastadioneröffnung 1972, das Willkommenheißen von Geflüchteten am Hauptbahnhof 2015 – all diese Momente dauerten nur ein paar Stunden oder Tage, und doch beeinflussen ihre Konsequenzen noch immer, wer wir sind und wie wir leben. Sichtbare Game Changer in einer sich stetig verändernden Gesellschaft.

PAM 2018 lädt Künstler*innen München und aller Welt ein, einschneidende Ereignisse am Beispiel der Stadt München zu untersuchen, einer Stadt, die Zeugin immenser ideologischer, soziopolitischer und symbolischer Wendepunkte war. Die bayerische Landeshauptstadt dient als eine Fallstudie: von den holprigen Anfängen der Demokratie über die Entnazifizierung der Nachkriegszeit und 1968 bis zur Bedeutung von migrantisch situiertem Wissen, künstlicher Intelligenz oder der #MeToo-Bewegung.

PAM 2018 verlässt den geschützten Raum eines Museums, schreibt sich kurzzeitig in sehr bekannte wie unbekannte Orte Münchens ein, zoomt von ganz unterschiedlichen Standorten hinein in die Stadt und aus ihr heraus. Lediglich der PAM Pavilion von Flaka Haliti & Markus Miessen auf dem Viktualienmarkt dient während der gesamten Laufzeit als zentraler Info-Point und Treffpunkt.

Das Momenthafte und Performative von Umbrüchen, den sog. Game Changers, reflektiert sich auch im kuratorischen Konzept: PAM 2018 denkt in Minuten, nicht in Quadratmetern. Performances, Interventionen, öffentliche Versammlungen, Gespräche und Aperitivos sind Teil des dreimonatigen Programms: jedes Wochenende von Ende April bis Ende Juli. Eintritt frei und offen für alle.
Eröffnungswoche

Die Eröffnungstage von PAM 2018 beginnen am Nachmittag des 30. Aprils in der Ost-West-Friedenskirche. Dort zeigt die polnische Künstlerin Aleksandra Wasilkowska eine frei schwebende Decke mit dem Titel Gold für Natascha, Silber für Timofei. Gebaut wurde die kleine Kirche Mitte der 1950er Jahre von dem russischen Eremit Timofei und seiner Frau Natascha als überkonfessioneller Ort für den Frieden. Sie steht auf dem Gelände des Oberwiesenfelds, wo später der Olympiapark entstand. Der Legende nach inspirierte dieser aus Kriegsschutt errichtete Schwarzbau die Olympia- planungen und die Konstruktion für das Zeltdach des Stadions.

Von der Ost-West-Friedenskirche zum nächsten Zielort des Eröffnungstages, dem Olympiastadion, führen Anna McCarthy und Gabi Blum mit ihrer Parade of the W(e/a)k. Die Prozession endet im Stadion mit den BRD- und DDR-Hymnen, interpretiert vom Köşk-Chor unter der Leitung von Manuela Rzytki in Begleitung der Band Moon Not War. Es folgt der Anstoß zum Spiel.

Denn die feierliche Eröffnung von PAM 2018 ab 19 Uhr im Olympiastadion ist buchstäblich ein Kick-off: mit Massimo Furlans Reenactment des legendären WM-Fußballländerspiels DDR-BRD 1974, das mit einem 1:0-Sieg der DDR endete. Unter dem ikonischen Schwebedach des Olympiastadions, konzipiert als Symbol für Frieden und Toleranz, führt der Schweizer Performance-Künstler Furlan das historische Match mit nur zwei Spielern als Sepp Maier (Massimo Furlan) und Jürgen Sparwasser (Franz Beil, ein ehemaliger Schauspieler des Volksbühnen Ensembles) auf. Die Kunst bringt den Fußball zurück in die Arena. Eingespielt werden dazu die Original-Radiokommentare auf eigens beantragten Frequenzen 90,60 MHz und 98,0 MHz. Kleine Radios werden vor Ort kostenlos ausgeteilt. Gerne auch das eigene Radio oder UKW-fähige Mobiltelefon mitbringen!

Am 1. Mai setzt sich das Programm mit einer ersten Session Live-Zeichnungen zum Tag der Arbeit von Dan Perjovschi im MaximiliansForum fort. Im Gespräch mit der Kuratorin Sepake Angiama (ehemalige Leiterin der Vermittlung der documenta 14) bringt Dan Perjovschi seine ironischen Kommentare auf die Wände und Fensterscheiben des MaximiliansForums. Weitere Live- Paintings folgen am 1. und 30.6.

Am Nachmittag des Mai-Feiertages weihen Flaka Haliti und Markus Miessen ab 16 Uhr den von ihnen konzipierten PAM Pavilion auf dem Viktualienmarkt ein. Um 18 Uhr präsentiert Jonas Lund dort sein Facebook-Projekt Hi Munich: This One is For You! Am Freitag, den 13. April startete er das Projekt auf der Facebook-Seite von Public Art Munich 2018. Seine personalisierten Mitteilungen sollen alle Bewohner*innen Münchens erreichen und problematisieren den Gebrauch von social media als vermeintlich öffentlichen Raum.

Bis zum 27. Juli lädt PAM 2018 jedes Wochenende zu einer Performance. In der ganzen Zeit dient der PAM-Pavilion auf dem Viktualienmarkt von Montag bis Samstag 11-18 Uhr als zentraler Ort der Information, Dokumentation und Vermittlung.
Am 1. Mai sowie an weiteren Terminen lädt dort die Aperitivo-Reihe SALVAVITA – ein Quartett aus dem cerebro frito Kollektiv – zu Drinks, Snacks und Sonnenuntergang.

Am 4. und 5. Mai endet das Eröffnungsprogramm mit der 24-stündigen Konzert-Installation Music from a Frontier Town von Michaela Melián in der temporär genutzten Garage des Amerikahauses. Das Haus wurde als eine der ersten Einrichtungen der Reeducation nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland eröffnet, und besteht als eine der letzten Institutionen seiner Art bis heute.
Das Diskursprogramm kuratiert Gürsoy Doğtaş.

Die Vermittlung ausgewählter Projekte erarbeiten Studierende der Freien Kunst und Kunstpädagogik der Projektklasse der Akademie der Bildenden Künste von Prof. Dr. Florian Matzner und Ann-Jasmin Ratzel.

Ein umfassender zweisprachiger (Deutsch/Englisch) Katalog zu PAM 2018 erscheint im Herbst.

PUBLIC ART MUNICH 2018 (PAM 2018) Game Changers 30. April – 27. Juli 2018
Jedes Wochenende performative Kunst in der Stadt. Kuratiert von Joanna Warsza.
Das Eröffnungsprogramm im Überblick

Montag, 30. April, Olympiapark
Eintritt frei.
16:00 Aleksandra Wasilkowska, Gold für Natascha, Silber für Timofei. Eine frei schwebende Decke
Artist Talk Aleksandra Wasilkowska & Mathieu Wellner Tee im Garten
Ort: Ost-West-Friedenskirche, Spiridon-Louis-Ring 100
18:15 Anna McCarthy & Gabi Blum, Parade of the W(e/a)k zum Olympiastadion (ab Ost-West-Friedenskirche)
19:00 Kick-off im Olympiastadion
Massimo Furlan, Reenactment des WM-Fußballländerspiels DDR-BRD 1974 mit Franz Beil als Jürgen Sparwasser und Massimo Furlan als Sepp Maier
Bitte Kofferradio oder radiofähiges Mobiltelefon mitbringen!
20:30 Grand Opening Party im Le Coubertin im Olympiapark
Artist Talk Massimo Furlan & Taufig Khalil, Sportjournalist BR
Drinks & Disko MOON NOT WAR Djs

Dienstag, 1. Mai, MaximiliansForum + Viktualienmarkt
14:00 Dan Perjovschi, Labor Day, Live Painting 1
Artist Talk Dan Perjovschi & Sepake Angiama, Kuratorin, ehemalige Leiterin der Vermittlung der documenta 14
MaximiliansForum (Unterführung Maximilianstrasse/Altstadtring)
16:00 Einweihung PAM Pavilion, Viktualienmarkt (Eingang Frauenstraße) Flaka Haliti & Markus Miessen & Gäste
Artist Talks & SALVAVITA Aperitivo
18:00 Hi Munich: This One is For You! Artist Talk Jonas Lund & Patricia Reed
Ausführliche Informationen und Download des Programms unter www.PAM2018.de Facebook: Public Art Munich 2018 Instagram: #publicartmunich Vimeo: PAM 2018


PAM 2018 ist die zweite Ausgabe der großen, von der Landeshauptstadt München initiierten, internationalen Projektreihe für den Stadtraum, die erstmals 2013, kuratiert von Elmgreen & Dragset, unter dem Titel A Space Called Public / Hoffentlich Öffentlich stattfand.

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