FFB ab 20.4.18: Syrien

Syrien – Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit

Yvonne v. Schweinitz: Einer der vielen Torbögen zum Suq in Aleppo, 1960 Courtesy: Estate Yvonne v. Schweinitz, Berlin

ab 20.04.2018 Fotografien von Yvonne v. Schweinitz aus den Jahren 1953 und 1960. Museum Fürstenfeldbruck
Ausstellungseröffnung mit Professor Claus Friede. Die Syrien-Fotografien von Yvonne v. Schweinitz aus den Jahren 1953 und 1960 werden erstmals in einer umfangreichen Ausstellung präsentiert.

Das Museum im Kunsthaus Fürstenfeldbruck zeigt ab Freitag, 20. April 2018 (Eröffnung: 19.4.2018, 19:00 Uhr) die Ausstellung „SYRIEN – Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit“ mit Fotografien von Yvonne v. Schweinitz (1921-2015). Die Fotografin reiste 1953 und 1960 nach Syrien in die heute weitgehend zerstörten Städte Damaskus, Homs, Hama und Aleppo, mit Abstechern in die Wüstenoase Palmyra und ins Alawitengebirge. Ihr Weg führte sie weiter bis zur Kreuzritterburg „Krak des Chevaliers“ und an die nördliche Grenze zur Türkei, zum Simeonskloster, Qal’at Sim‘an. 

Zu sehen sind über 70 S/W-Fotografien und zahlreiche Farbdiapositive, die Yvonne v. Schweinitz mit ihrer Rolleiflex und verschiedenen Kleinbildkameras aufgenommen hat. Ergänzendes Material bietet Einblick in die aktuelle, vom Bürgerkrieg erschütterte Situation in Syrien.

Syrien – das unbekannte Land
Mit der Ausstellung möchte das Museum ein Land in den Fokus stellen, dessen bedeutende Kultur und viele Jahrtausende währende Geschichte den meisten von uns wenig bekannt ist. Das aktuelle Bild von Syrien ist geprägt von der medialen Berichterstattung über den Bürgerkrieg mit unzähligen Toten, zerstörten Städten und Kulturdenkmälern und Millionen von Menschen auf der Flucht.

Die Ausstellung vergegenwärtigt den kulturellen Reichtum und die historische Bedeutung Syriens und möchte dazu auffordern, das Land und seine Menschen nicht aufzugeben.

Erstmals zu sehen: Syrien-Fotografien von Yvonne v. Schweinitz
Yvonne von Schweinitz, geb. Gräfin von Kanitz, wurde 1921 in Danzig geboren. Sie studierte Romanistik und Kunstgeschichte und war anschließend als Übersetzerin tätig. Ihre erste große Fotoreise führte sie 1952 durch den Maghreb. 1953 bereiste sie sieben Monate lang zusammen mit Kollegen, darunter der Journalist und Kameramann Hans v. Meiss-Teuffen, der für britische und US-amerikanische Auftraggeber arbeitete den Vorderen Orient mit dem Auto: die Türkei, Syrien, Jordanien, Israel, Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan. Ihre legendären Fotos brachte sie als Mitarbeiterin in das Atelier des bekannten Fotojournalisten Willy Pragher (1908-1992) in Freiburg i.Br. ein. 1957 heiratete sie Viktor v. Schweinitz. Ihren Beruf als Fotografin übt sie weiter aus. Auf ausgedehnten Reisen mit ihrem Mann nach Nordafrika, in den Nahen und Mittleren Osten und nach Südamerika, entstanden zahlreiche Bildreportagen. Eine Auswahl ihre Syrien-Fotografien aus den Jahren 1953 und 1960 ist nun erstmals in einer eigenen Schau zu sehen.

Ausstellungskonzept und Kuration: Claus Friede*Contemporary Arts und Marcard Pro Arte & V V GmbH, Hamburg.
– Fondation Erica Sauter, Genève,
– Museum Fürstenfeldbruck
– Archäologisches Museum Hamburg
Dank an Estate Yvonne v. Schweinitz, Berlin.

Es erscheint ein Katalog mit Texten (dt./engl.) und 86 Abildungen.
96 Seiten, ISBN 978-3-9818282-5-2
Bestellungen ab April 2018 möglich: Email

Pressekontakt: Judith Kobus

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