Kalenderblatt Mittwoch, 10.1.18

Kalenderblatt Mittwoch, 10. Januar 2018

Zitat des Tages: „Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. Laut.“ Coco Chanel (1883-1971)

frauen-0004.gif von 123gif.de10.1.1971: Coco Chanel: Ein Leben für die Mode

In Paris stirbt am 10. Januar 1971 mit der französischen Modeschöpferin Coco Chanel eine der bekanntesten Persönlichkeiten, die der Mode dieses Jahrhunderts und speziell der „Haute Couture“ ihren Stempel aufgedrückt haben. Der von ihr entwickelte schlichte, sachliche Stil, Kreationen wie das legendäre „kleine Schwarze“ und auch der Anfang der 20er Jahre entstandene Duft „Chanel No. 5“ gaben der Modeszene einen unverwechselbaren Charakter.

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Die im August 1883 geborene Gabrielle Chasnel kam als 26-Jährige nach Paris und startete ihre berufliche Laufbahn als Modistin. Schon fünf Jahre später legte sie die ersten Modeentwürfe vor und gründete wenig später ihre erste Boutique im eleganten französischen Seebad Deauville. 1919 kam ein eigener Modesalon in der französischen Hauptstadt hinzu. Bereits während des Ersten Weltkriegs, als der Kampf auf den Schlachtfeldern tobte, kreierte „Coco“ eine einfache Kollektion, wie sie praktisch von jeder Frau getragen werden konnte. Dazu gehörten Faltenröcke, Matrosenjacken und klassisch geschnittene Hemdblusenkleider. Auch den Pyjama, der ursprünglich nur Männern vorbehalten war, machte die emanzipierte und selbstbewusste Modeschöpferin für die Damenwelt „salonfähig“.

Ebenfalls ein echter Klassiker ist der 1921 entwickelte Duft „Chanel No. 5“, das wohl bekannteste und meistverkaufte Parfüm unserer Zeit. Der von Ernest Beaux, der berühmtesten „Nase“ des Jahrhunderts, im Auftrag von Chanel kreierte Duft hat in den 78 Jahren seines Bestehens Generationen von Frauen – Männer natürlich auch – betört. Eine, die das 1954 öffentlich bekannte, war die Hollywood-Diva Marilyn Monroe. Auf die Frage, was sie nachts trage, antwortete sie unverblümt: „Nur ein paar Tropfen Chanel No. 5.“ Der Erfolgsrezeptur der Luxusmarke ist man im Hause Chanel bis heute treugeblieben.

Ab 1954 wurde der Name Coco Chanel über die Grenzen Frankreichs hinaus in aller Welt bekannt. Besonders ihre klassischen Chanelkostüme aus weichen Stoffen wie Tweed hatten es der Frauenwelt angetan. Die Designerin, deren Geschäftssinn ebenso ausgeprägt war wie ihr künstlerisches und modisches Empfinden, war auch in Künstlerkreisen ein gern gesehener Gast. Sie pflegte freundschaftliche Kontakte zu Künstlern wie Picasso, Cocteau, Strawinsky oder der Schriftstellerin Colette.

Frischen Wind holte sich die Designerin mit dem Hamburger Couturier Karl Lagerfeld ins Haus, der in den Jahren 1983 bis 1987 als künstlerischer Leiter des Modeimperiums agierte und mit seinen diversen Variationen den klassischen Chanel-Stil neu belebte.

Gedenktage:

1975: In der Hansestadt Hamburg wird der drei Kilometer lange Elbtunnel, zu dem die Bauarbeiten rund eine Milliarde Mark verschlungen haben, von Bundeskanzler Helmut Schmidt dem Verkehr übergeben. Mit dem Bau sollen künftig der alte Elbtunnel und die Elbbrücken wesentlich entlastet werden.

1940: Durch die Notlandung eines deutschen Kurierflugzeugs in Belgien werden Teile des deutschen Aufmarschplans an der Westfront den Alliierten bekannt. Daraufhin verbietet Adolf Hitler die Weitergabe geheimer Planungen an nachgeordnete Dienststellen und verschiebt die für 13. Januar geplante Invasion auf einen späteren Zeitpunkt.

1927: „Metropolis“, das bislang aufwändigste Filmprojekt der Ufa (Regisseur Fritz Lang) mit Heinrich George, Gustav Fröhlich und Brigitte Helm in den Hauptrollen, wird im Berliner Ufa-Palast uraufgeführt. Neben acht Haupt- und 750 Nebendarstellern verpflichtete der Regisseur für sein düsteres Sciencefiction-Werk über 35.000 Komparsen.

1920: Der Friedensvertrag von Versailles tritt in Kraft. Durch Gebietsabtretung wird unter anderem der so genannte „Polnische Korridor“ geschaffen, der Polen den Zugang zur See eröffnet. Danzig und das Memelland werden vom Deutschen Reich abgetrennt und unter den Schutz des Völkerbunds gestellt.

1863: Verkehr unter der Erde: In London wird die erste Untergrundbahn (Metropolitan Railway) der Welt zur Entlastung der überfüllten Straßen in Betrieb genommen. Bis 1890 verkehren im englischen Untergrund, zunächst auf der Strecke zwischen Paddington und Farringdon, ausschließlich Dampflokomotiven; danach werden sie von Elektroloks abgelöst.

Geburtstage:

1945: „Rod“ (Roderick David) Stewart; englischer Popmusiker. Der quirlige Sänger mit der „Reibeisenstimme“ ist wie sein Landsmann Elton John ein leidenschaftlicher Fußballfan. Seine musikalische Laufbahn startete er als Leadsänger der Popgruppen „Jeff Beck Group“ und „Faces“; ab 1969 folgte die weitaus erfolgreichere Solokarriere. Kleiner Auszug aus seiner Hitliste: „Sailing“ und „Waltzing Matilda“.

1917: Hilde Krahl, eigentlich H. Kolacny († 28.6.1999); deutsche Schauspielerin. In ihren klassischen und modernen Bühnenrollen verkörperte die ausdrucksstarke Künstlerin in den 60er Jahren vorwiegend engagierte Frauengestalten, darunter in Bertold Brechts „Mutter Courage“ oder in Sartres „Die ehrbare Dirne“.

1880: Adrian Wettach († 14.7.1959); schweizerischer Komiker, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Grock“. Neben Charlie Rivel war er einer der bedeutendsten Clowns seiner Zeit, der in seinen Vorstellungen akrobatische und musikalische Elemente eindrucksvoll miteinander kombinierte.

1856: Heinrich Zille († 9.8.1929); deutscher Zeichner und Karikaturist. Die satirisch-humoristischen Zeichnungen des aus Radeburg bei Dresden stammenden Künstlers, in deren Mittelpunkt das proletarische Milieu Berlins („Mein Milljöh. Neue Bilder aus dem Berliner Leben“, 1914) steht, erschienen in Zeitschriften wie „Lustige Blätter“, „Jugend“ und im „Simplicissimus“.

1797: Annette Freiin von Droste-Hülshoff († 24.5.1848); deutsche Dichterin und sensible Lyrikerin. Die gebürtige Münsterländerin, zu deren bekanntesten Werken die 1842 entstandene Novelle „Die Judenbuche“ zählt, wohnte in ihren letzten Lebensjahren auf der Meersburg am Bodensee. Dort ist der Erzählerin auch ein eigenes Museum, das Fürstenhäusle, gewidmet.

Copyright Rosmarie Elsner

 

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