8.11.17 50 Jahre Staatliche Antikensammlungen

C.H.Beck-Verlag, Knauß Die Kunst der Antike2017 Beck Verlag
Florian Knauß

Die Kunst der Antike

Meisterwerke der Münchner Antikensammlungen

288 Seiten, 28 € [D], 28,80 € [A], E-Book 24,99 €. 214 zumeist farbige Abbildungen und 3 Karten. Broschiert. ISBN 978-3-406-71175-6.
Leseprobe


 

50 Jahre Staatliche Antikensammlungen München

Jubiläumsfeier mit Buchpräsentation Mittwoch, 8.11.17 

Dr. Florian Knauß, Direktor Antike am KönigsplatzVor einem halben Jahrhundert wurden die Staatlichen Antikensammlungen im Ziebland-Bau an der Südseite des Königsplatzes für die Besucher geöffnet. Seitdem ist das Museum Heimat eines weltweit einzigartigen Schatzes antiker Vasen, kleinformatiger Skulpturen, filigraner Goldschmiede- und Steinschneidearbeiten sowie feinster Glasbläserei. Dieses Jubiläum wird nun mit einer veränderten Dauerausstellung sowie einer Buchpräsentation begangen. Der leitende Sammlungsdirektor, Dr. Florian Knauß, stellt in einem aktuell beim Verlag C. H. Beck erschienenen, reich illustrierten Band die größten Meisterwerke des Hauses und zugleich auch seine eigenen Lieblingsstücke vor. Er erläutert ihre ereignisgeschichtliche, mythologische und kunsthistorische Bedeutung und lehrt die Leserinnen und Leser die Kunst des genauen Betrachtens. Die in dem Buch besprochenen Kunstwerke vermitteln nicht nur einen guten Eindruck dieser weltweit einmaligen Sammlung. Vielmehr bietet Florian Knauß eine zusammenhängende Darstellung der antiken Kunstgeschichte anhand von faszinierenden Objekten und erklärt zugleich die Geschichten, die diese erzählen – von Göttern und Helden, von Herrschern und Handwerkern.

Am 21. April 1967 wurde das von Georg Friedrich Ziebland errichtete Ausstellungsgebäude – restauriert nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges – wiedereröffnet und beherbergt seitdem die Bestände der Staatlichen Antikensammlungen. Sowohl das Gebäude als auch die Sammlungen blickten damals bereits auf eine lange und bewegte Geschichte zurück:

Das Bauwerk war von Ziebland zwischen 1838 und 1848 als „Kunst- und Industrie-Ausstellungsgebäude“ gemeinsam mit der sich südlich daran anschließenden Abtei und Basilika St. Bonifaz erbaut worden. Seine ursprüngliche Funktion erfüllte das Haus mit dem mächtigen Stufenbau und der korinthischen Säulenfassade nur bis 1856. Danach diente es, abgesehen von einem dreijährigen Intermezzo einer Nutzung für das Königliche Antiquarium, der Münchner Künstlergenossenschaft bis 1897 als Ausstellungsgebäude. Bis 1918 zeigte die  Münchner Secession darin zeitgenössische Kunst. Zwischen den Weltkriegen übernahm die Neue Staatsgalerie das Gebäude. 1944 wurde der Bau schwer beschädigt. Nur die Fassade ist getreu erhalten. 1955 fasste man den Beschluss, das Gebäude künftig als Antikenmuseum zu nutzen. Das Innere hat der Architekt Johannes Ludwig zwischen 1962 und 1966 komplett neu gestaltet.

Die ältesten Bestände der Staatlichen Antikensammlungen stammen aus der Kunstkammer, dem späteren Antiquarium, Herzog Albrechts V. von Bayern, der von 1550 bis 1579 regierte. Einen großen Zugewinn erfuhr der die Sammlung, als Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz 1777 die Erbfolge antrat und erstklassige Stücke aus dem Antikenkabinett in seiner vormaligen Residenz in Mannheim nach Bayern brachte. Der eigentliche Ruhm der Antikensammlungen beruht jedoch auf den Erwerbungen König Ludwigs I. in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Durch kontinuierliche Ankäufe bescherte er München eine der schönsten und besten Vasensammlungen der Welt. Weitere wichtige Erwerbungen erfuhren die Sammlungen durch private Schenkungen im 20. Jahrhundert. So gelangten über den Bankier James Loeb prächtige Bronzen und Schmuckstücke, über den Unternehmer Helmut Hansmann wertvolle antike Gemmen in den Bestand der Staatlichen Antikensammlungen.

Direktor: Florian Knauß
Pressekontakt: Dr. Astrid Fendt
Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek

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