bis 10.1.16 Himalaya

kind-0026.gif von 123gif.de19.03.15-10.1.16 Über den Himalaya. Die Expedition der Brüder Schlagintweit nach Indien und Zentralasien 1854 bis 1858. Alpines Museum, Praterinsel

Adolph Schlagintweit. Foot of the Musták Pass (Muztagh-Pass, Pakistan; GR 538), 22. August 1856, überarbeitet von Müller. Aquarell über Bleistift auf Papier. Alpines Museum des Deutschen Alpenvereins, München. Schenkung der Familie Schlagintweit.

Über den Himalaya besteht aus einer Auswahl von über 100 Aquarellen und Zeichnungen und über 100 Objekten, die die Münchner Wissenschaftler Hermann, Adolph und Robert Schlagintweit in insgesamt 500 Kisten von ihrer Reise nach Indien und in die angrenzenden Gebirgsregionen mitgebracht haben. Dazu gehören auch die ersten Hochgebirgsansichten der Regionen Kashmir, Ladakh, Sikkim und Kumaon.

In zwei Ausstellungen – parallel findet eine Ausstellung im Olaf-Gulbransson-Museum am Tegernsee statt – wird die Organisation, Durchführung und Wirkungsgeschichte der Expedition erzählt. Außerdem wird die Zielsetzung der Forscher und ihrer Auftraggeber, des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. und der britischen Ostindien-Kompanie, deutlich gemacht.

Die Forschungsreise der Brüder Schlagintweit gibt einen Einblick in die Wissenschaftstraditionen und -umbrüche des 19. Jahrhunderts. Gleichzeitig werden die unterschiedlich gelagerten Interessen Preußens und des britischen Empires deutlich, das mit den Ergebnissen der Expedition auch das britische Kolonialregime in Indien sichern und ausdehnen wollte. Deutlich macht die Expedition zudem, auf welche Weise deutsche Wissenschaftler, lange bevor das Deutsche Reich eigene Kolonien erwarb, in die zeitgenössischen kolonialen Systeme eingebunden waren.

Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm beleuchtet den historischen Kontext der Expedition näher und setzt sich mit der Geschichte unseres Verhältnisses zu den Menschen dort auseinander. Gleichzeitig werfen Autoren und Filmemacher einen Blick auf die von den Schlagintweits bereisten Regionen heute.

Pressekontakt: Bettina Pauly Kultur PR

Kommentare sind geschlossen.