Comics Coming, Money Wanted…

piraten-0014.gif von 123gif.deAm 15.08.11. ist Start des Comic-Projektes PRIMO auf Crowdfunding-Plattform mySherpas. Der jung gebliebene, renommierte Altcomicproduzent Peter Wiechmann will Comic-Helden von einst als Titanen-Trilogie in Buchform herausbringen. Über die Internetplattform mySherpas sollen dafür in 60.000 Euro in 90 Tagen gesammelt werden.

Sie heißen Andrax, Capitan Terror, Kuma, Odinson und Pichelsteiner und waren die Comic-Helden der heute 45- bis 65-Jährigen Deutschen. „Was aktuell die Mangas sind, waren damals für hunderttausende Kinder und Jugendliche die Abenteuer- und Fantasy-Serien in dem wöchentlich erscheinenden Comic-Magazin PRIMO“, sagt Peter Wiechmann, der sich heute verdient dienstältester ‚Comicer‘ Deutschlands nennen kann. Sein aktuelles Projekt: Er will die besten Episoden der beliebtesten Primo-Serien in einem opulenten, dreibändigen Comic-Reader für Nostalgiker und Neuleser herausgeben – mit komplett überarbeiteten Texten und in bester Buchgestaltung. Gefragt ist das Engagement aller früheren Primo- und Kaukafans, heutiger Comicfreunde und eines jeden, der gute Ideen unterstützen möchte.

„Ich möchte, dass Serien die damals in PRIMO Deutsche Comic-Geschichte prägten, ein letztes Mal in Buchform neu herausgebracht werden. Auf mehr als 600 Seiten“, erklärt Wiechmann, seinerzeit Rolf Kaukas Redaktions-Chef im Fix & Foxi-Schloss bei Grünwald, Comic-Erfinder und Comic-Produzent. Das Problem: Keiner der knapp kalkulierenden Comic-Verlage geht heute das wirtschaftliche Risiko der hohen Vorkosten ein, die durch die sehr zeitaufwändige Bearbeitung der überformatigen PRIMO-Original-Seiten entstehen. Die digitalen Druckvorlagen müssten erst erarbeitet werden. „Es ist unmöglich, die Produktionskosten über den Abverkauf der Auflage zu refinanzieren“, erklärt Wiechmann. 60.000 Euro sind für die Finanzierung des Vorhabens samt Druck und Vertrieb erforderlich. Denn: Die Originale von damals müssen zunächst alle in zwei Arbeitsschritten eingescannt werden. Anschließend sind die Scans grafisch zu säubern. „Schlussendlich wird alles neu getextet und gelettert, denn unsere Sprache ist im Fluss. Vor 40 Jahren gab es andere Sprachgepflogenheiten“, erläutert der Comic-Autor. Das Ergebnis: Die Storys in der Titanen-Trilogie hat es so noch nie gegeben. Die gezeichneten, filmischen Handlungen sind zwar die alten – doch die Dialoge hören sich ‚heutig‘ an.

Angesprochen werden mit dem PRIMO-Remake alle heute etwa 45 bis 65-Jährigen, für die die Primo-Stars die Helden der Kindheit waren. „Viele besitzen ihre Comics von damals nicht mehr. Entweder gingen sie bei Umzügen verloren oder sie wurden dem Platzmangel geopfert. Und wer noch einige Comics hat, den fehlen wiederum Ausgaben – was den Lesefluß bei Fortsetzungsgeschichten naturgemäß erschwert.“ Die 60.000 Euro für das Projekt sammelt Wiechmann über die Crowdsponsoring-Plattform www.mysherpas.com. Diese ist bereits seit knapp einem Jahr am Markt und brachte in Form der digitalen Topfkollekte mehr als 70.000 Euro zusammen – für Projekte wie einen Bud-Spencer-Dokumentarfilm oder einen Kurs, bei dem aus ehemaligen Strafgefangenen Unternehmer gemacht werden sollen. Die Funktionsweise des so genannten Crowdfunding: Jeder kann auf der Plattform mysherpas kleine Beträge spenden. Über soziale Netzwerke wie Facebook und über Youtube wird für die Idee geworben. Jeder der spendet, bekommt im Gegenzug eine Prämie. Zum Beispiel alle drei Bände der PRIMO-Sammlung auf Wunsch mit der persönlichen Widmung von Peter Wiechmann versehen. Auch die Namensnennung aller Förderer in den drei Bänden der Titanen Trilogie ist vorgesehen.

Wiechmann: „Damit werden die Prämien natürlich zu interessanten Geschenken, die die Ehefrauen, Kinder oder Enkel ihren comic-begeisterten Männern, Vätern oder Großvätern machen können.“ Allerdings: Die 60.000 Euro müssen binnen 90 Tagen gesammelt werden. Gelingt es in dieser Zeit nicht, kommt das Projekt nicht zustande und die Sponsoren bekommen ihr Geld zurück.

Über das Unternehmen
Die mySherpas GmbH ist eine Crowdsponsoring-Plattform, die im Sommer 2010 in München gegründet wurde. Auf der Plattform haben Menschen mit Ideen die Möglichkeit, ein Projekt zu präsentieren, an das sie glauben, für dessen Umsetzung ihnen aber das Startkapital fehlt.
Die Projektinhaber stellen ihre Ideen über das Portal einer breiten Öffentlichkeit per Video, Audio, Text oder Bildern vor. Dann rühren sie die Werbetrommel über Freunde, Bekannte, soziale Netzwerke oder die Medien. Ihr Ziel ist es, möglichst viele so genannte Sherpas bzw. Sponsoren zu finden. Denn: Die Sherpas tragen durch ihre uneigennützige finanzielle Hilfe dazu bei, die Projektidee zu realisieren. Dabei geben Sherpas nicht nur Geld, sondern machen durch ihre sichtbare Unterstützung auch Mut. Als Gegenleistung erhalten die Sherpas vom Projektinhaber Prämien, die in engem Zusammenhang mit dem Projekt stehen. Weitere Informationen auf der Homepage.

Pressekontakt: scrivo PublicRelations Kai Oppel

 

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